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Thomas Müller gewann in dieser Saison zum vierten Mal mit dem FC Bayern den DFB-Pokal © SPORt1-Montage: Marc Tirl/Getty Images

Der Weltmeister in Diensten des FC Bayern hat sich in der vergangenen Spielzeit im DFB-Pokal entscheidend hervorgetan. Lohn ist ein Platz auf dem Walk of Fame.

Thomas Müllers Sammlung an Titeln und Auszeichnungen wird von Jahr zu Jahr größer. Fast könnte meinen, das Bayern-Urgestein habe in seinen sieben Jahren als Profi bereits alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Ein exklusiver Platz auf dem DFB-Pokal Walk of Fame blieb allerdings selbst ihm bisher verwehrt.

Dieser Umstand schien dem Weltmeister derart missfallen zu haben, dass er in der vergangenen Pokal-Saison gleich mehrfach zur Hochform auflief und dafür mit beeindruckender Mehrheit zum Pokalhelden der Saison 2015/16 gewählt wurde.  Wer also künftig in Berlin am Walk of Fame der Pokalhelden entlangläuft, wird dort nun auch die Hand- und Fußabdrücke von Thomas Müller vorfinden.

Müller mit Doppelpack gegen Wolfsburg

Seinen ersten Gala-Auftritt hatte Müller gleich in der zweiten Runde der abgelaufenen DFB-Pokal-Spielzeit. Gegen den Titelverteidiger aus Wolfsburg stand bereits früh der erste Härtetest der Saison auf dem Plan. Für beide Mannschaften stand viel auf dem Spiel, doch Müller schien das alles nicht zu interessieren.

Mit einem Doppelpack besiegelte er das Aus der "Wölfe" praktisch im Alleingang. Nur durch die überragenden Paraden von VfL-Schlussmann Diego Benaglio blieb dem Münchner Goalgetter beim 3:1-Erfolg einen lupenreiner Hattrick verwehrt.

Nach dem knappen 1:0-Erfolg gegen Darmstadt 98 ging die Müller-Show im Viertelfinale gegen Zweitligist VfL Bochum weiter. Zwar  trug sich der Oberbayer diesmal nicht selbst in die Torschützenliste ein, zum 3:0-Sieg seiner Bayern steuerte er dennoch einen beachtlichen Teil bei.

Bärenstark im Halbfinale gegen Werder Bremen

Er zeichnete sich gleich zweimal als uneigennütziger Vorlagengeber aus und stellte damit die Weichen auf Sieg. Dass der bis dato vom Punkt so sichere Müller einen Elfmeter verschoss, rückte durch seine ansonsten tadellose Leistung in den Hintergrund.

Im Halbfinale gegen Werder Bremen merzte Müller seinen Fehlschuss prompt aus. Eiskalt, wie man es von dem 26-Jährigen gewohnt ist, verwandelte er einen Strafstoß zum entscheidenden 2:0-Endstand. Zuvor hatte Müller bewiesen, dass er nicht nur mit dem Ball am Fuß eine Klasse für sich ist. Per Kopf hatte die Lebensversicherung des deutschen Rekordmeisters die Führung erzielt, die die Bayern bis zum Ende der Partie nicht mehr hergeben sollten.

Das I-Tüpfelchen einer einmaligen Saison setzte Müller dann im dramatischen DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund. Trotz seines verschossenen Strafstoßes gegen Atletico Madrid, der das Ende der Münchner Champions-League-Träume bedeutet hatte, schnappte sich Müller im Elfmeter-Krimi gegen den BVB wie selbstverständlich den Ball und verwandelte in nervenstarker Manier.

Die Krönung einer wahrlich heldenhaften Spielzeit.

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