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SpVgg Unterhaching v 1. FSV Mainz 05 - DFB Cup
Dominik Stahl (r.) wechselte im Sommer von 1860 München in den Hachinger Sportpark © Getty Images

Unterhaching - Was für ein Pokalkrimi! Erst im Elfmeterschießen gewinnt Mainz 05 bei der Spielvereinigung Unterhaching und zieht in die nächste Runde ein. Zwei Ex-Löwen scheitern vom Punkt.

Bundesligist FSV Mainz 05 hat dank Jonas Lössl eine Blamage im DFB-Pokal nur knapp und mit viel Glück abwenden können.

Das Team von Trainer Martin Schmidt setzte sich beim Regionalligisten SpVgg Unterhaching erst im Elfmeterschießen mit 4:2 (1:1, 3:3) durch und machte nach fahrlässigem Abwehrverhalten dabei unnötige Überstunden.

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Immerhin behielten alle Mainzer im Elfmeterschießen die Nerven, der neue Torhüter Lössl hielt den Schuss von Dominik Stahl, Stephan Hain drosch den Ball übers Tor. Zwei Ex-Löwen, die erst vor der Saison in den Sportpark wechselten.

Schmidt: "Waren nahe an der Blamage"

Während Europa-League-Teilnehmer Mainz eine Woche vor dem Bundesligstart in Dortmund trotz des Erfolgs auf der ganzen Linie enttäuschte, verkauften sich die Hachinger, die in der vergangenen Saison nach Siegen gegen Ingolstadt und Leipzig immerhin das Achtelfinale erreicht hatten, teuer.

"Wir waren nahe an der Blamage, aber wir haben die Pflicht erfüllt," sagte Schmidt erleichtert: "Mit dem Spiel kann man natürlich nicht zufrieden sein. Wir haben noch viele Hausaufgaben zu machen, da muss noch einiges passieren."

Jhon Cordoba brachte den Favoriten, der vor zwei Jahren zum Pokalauftakt in Chemnitz gescheitert war, in der 22. Minute in Führung. Hain glich vor 7000 Zuschauern für die ambitionierte SpVgg, die mit sechs Siegen aus sechs Spielen die Regionalliga Bayern derzeit souverän anführt, in der 32. Minute aus.

Donati fliegt vom Platz

Nach den Toren von Fabian Frei (64.) und des kurz zuvor eingewechselten Yunus Malli (88.) schien Mainz doch einen standesgemäßen Sieg einzufahren. Erneut Hain (89.) und Vitalij Lux (90.+3) schossen Haching in die Verlängerung.

"Das war leichtfertig, unfassbar", meinte Abwehrspieler Stefan Bell: "Das muss man ganz anders verteidigen." Der Mainzer Giulio Donati sah wegen wiederholten Foulspiels sogar noch die Gelb-Rote Karte (113.).

Cordoba und Jairo Samperio mussten zudem auf Mainzer Seite angeschlagen ausgewechselt werden und sind für den Ligastart fraglich.

Erste Großchance nach sieben Minuten

Mainz begann konzentriert und hatte in der 7. Minute durch Samperio gleich die erste Großchance. Josef Welzmüller rettete jedoch auf der Linie. Im Gegenzug scheiterte Thomas Steinherr am glänzend reagierenden Jonas Lössl. Mainz dominierte zwar in der Anfangsphase das Geschehen im Mittelfeld.

Haching mit den (Profi-) erfahrenen Maximilian Nicu, Sascha Bigalke und Hain sorgte aber immer wieder mit schnellen Angriffen für Gefahr.

Mainz fehlten ohne den angeschlagen zunächst auf der Bank sitzenden Malli dagegen in der Spitze zunächst die letzte Konsequenz und Präzision - bis Samperio klasse für Cordoba auflegte und der Stürmer eiskalt aus 14 Metern abschloss. Haching zeigte sich aber keineswegs geschockt.

Zaghaftes Defensivverhalten

Beim Ausgleich von Hain, der Lössl mit einem Schuss ins kurze Eck überwand, profitierte die SpVgg aber vom zaghaften Defensivverhalten der Gäste. Die hatten viel Glück, dass Steinherr kurz darauf zwei dicke Chancen zur Führung liegen ließ. Das 1:1 zur Pause war für Mainz schmeichelhaft.

Kurz nach dem Wechsel gab es für den FSV den nächsten Rückschlag: Cordoba musste verletzt ausgewechselt werden. Das Spiel wurde dadurch nicht besser - im Gegenteil. Lössl musste gegen Jim Müller (56.) seine ganze Klasse aufbieten, um Mainz vor dem Rückstand zu bewahren.

Der Bundesligist agierte dagegen viel zu umständlich und langsam. So war es ein sehenswerter Schuss von Frei nach zu kurzer Hachinger Abwehr, der die zu diesem Zweitpunkt unverdiente Führung für den Erstligisten brachte. Aber Haching gab nie auf.
 
   

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