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Der TSV 1860 dreht ein verloren geglaubtes Spiel © Imago

Karim Matmour erzielt in der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer für den TSV 1860 gegen den Karlsruher SC. Stuttgart und Düsseldorf erreichen souverän Runde zwei.

TSV 1860 München  hat das Zweitliga-Duell gegen den Karlsruher SC für sich entschieden und durch ein 2:1 (0:0) die zweite Runde erreicht. Für den KSC war dagegen zum vierten Mal in den vergangenen sieben Jahren bereits nach dem Pokalauftakt schon wieder Schluss.

Geburtstagskind Stefan Aigner, der für rund 3,5 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt zu den Sechzigern zurückgekehrt war, brachte die Münchner in der 60. Minute in Führung. Dimitrios Diamantakos glich vor 16.800 Zuschauern in der Allianz Arena sieben Minuten später aus, ehe Karim Matmour nach Vorlage von Aigner in der Nachspielzeit der umjubelte Siegtreffer gelang (90.+2).

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Die Münchner starteten mit viel Elan und hatten auch einige gute Möglichkeiten. Aber nach knapp einer halben Stunde stellte das Team von Kosta Runjaic seine Offensivbemühungen ein. Der KSC kam auf, Manuel Torres scheiterte aber zweimal am starken Jan Zimmermann.

Der Löwen-Keeper vereitelte auch nach dem Wechsel die ersten Möglichkeit der Gäste durch den Ex-Löwen Moritz Stoppelkamp und Enrico Valentini.

Stuttgart ohne Mühe

Der VfB Stuttgart hat sich zum Auftakt des DFB-Pokals keine Blöße gegeben und ist ohne größere Probleme in die zweite Runde eingezogen. Beim Regionalligisten FC Homburg siegte die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay mit 3:0 (0:0). Kapitän Christian Gentner (53.), der 18 Jahre alte Berkay Özcan (58.) und Borys Tashchy (87.) erzielten die Treffer für die Stuttgarter.

Vor 10.800 Zuschauern im Homburger Waldstadion taten sich die Schwaben zu Beginn schwer, die engen Reihen der Saarländer zu durchbrechen. Ein Pfostenschuss des Österreichers Florian Klein (24.) war bis dahin die gefährlichste Aktion der Gäste. Homburg zeigte sich von der individuellen Klasse des Gegners zunächst unbeeindruckt und war nach Kontern gefährlich.

Im zweiten Durchgang drängte Stuttgart stärker auf den Führungstreffer, Homburg hatte zusehens Schwierigkeiten, dem Druck standzuhalten. Gentners und Özcans Tore brachen schließlich den Widerstand des Tabellen-16. der Regionalliga Südwest. Ohne wirklich Torchance in Durchgang zwei machten sie es dem Zweitligisten zu leicht.

Bei Stuttgart überzeugten Neuzugang Jean Zimmer sowie Kapitän Gentner, aufseiten der Homburger wussten Timo Cecen und Jure Colak zu gefallen.

Wackere Rostocker sind chancenlos

Fortuna Düsseldorf hat ohne große Probleme die erste Runde im DFB-Pokal überstanden. Der Zweitligist setzte sich nach leichten Anlaufschwierigkeiten mit 3:0 (1:0) beim Drittligisten Hansa Rostock durch und vermied damit eine weitere Blamage zum Cup-Auftakt wie so oft in den vergangenen Jahren. Rostock schlug sich tapfer, schied aber zum sechsten Mal in Folge in der ersten Runde aus. Marcel Sobottka (21., 57.) sowie Ihlas Bebou (62.) machten den Erfolg der Rheinländer perfekt.

Die Führung der Düsseldorfer war höchst umstritten, denn beim erste Tor von Sobottka war klar die Hand im Spiel war. Schiedsrichter Frank Willenborg aus Osnabrück hatte aber keine Absicht erkannt und den Treffer trotz heftiger Proteste der Gastgeber gegeben.

Die Hausherren erholten sich aber schnell von diesem Schock und hatten in der Folge vor 18.100 Zuschauern mehr vom Spiel. Fortunas Abwehr hielt aber dem Druck stand und hatte zudem Glück, das Torwart Michael Rensing in der 55. Minute gegen Marcel Ziemer den Ausgleich verhinderte. Wiederum Sobottka und Bebou zerstreuten wenig später die letzten Zweifel bei den Gästen am Weiterkommen.

Beste Rostocker waren Ziemer und Michael Gardawski, bei der Fortuna gefielen besonders Sobottka und Axel Bellinghausen.

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