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Franck Ribery wurde in Jena nach 60 Minuten ausgewechselt © Imago

Auch beim lockeren Pokalsieg in Jena zügelt Franck Ribery sein Temperament nur schwer. Den Provokationen der Jenaer begegnet er standesgemäß.

Franck Ribery war in den vergangenen Wochen in aller Munde - und das lag nicht unbedingt an seiner beachtlichen Frühform.

Der Flügelfitzer des FC Bayern hatte sich in einigen Vorbereitungsspielen und im Supercup nicht nur aufs Fußballspielen konzentriert, sondern Zweikämpfe am Rande der Legalität geleistet - oder sogar jenseits davon.

Rüffel von Ancelotti und Lahm

Carlo Ancelotti, im Gegensatz zu Vorgänger Pep Guardiola ein bedächtiger Zeitgenosse, sah sich sogar genötigt, ihn öffentlich zu rüffeln. Und auch von Philipp Lahm bekam Ribery eine Standpauke, nachdem er beim 2:0-Sieg im Supercup gegen den BVB am Randes des Platzverweises gewandelt war.

Beim Pokalauftakt in Jena stand Ribery demzufolge unter Beobachtung - und Ancelotti dürfte in den ersten 20 Minuten bereits einige Male gezuckt haben. Denn sein Schützling war alles andere als gewillt, sein Temperament zu zügeln.

So giftete der Franzose nach einem Laufduell mit Jenas Matthias Kühne zurück, nachdem dieser ihm den Arm ins Gesicht gedrückt hatte. Ribery schubste sein Gegenüber zu Boden und hatte Glück, dass Schiedsrichter Harm Osmers die Gelbe Karte stecken ließ.

"Heute hat Ribery nichts Besonderes gemacht"

Ribery machte Dampf auf der linken Seite - und er ließ Dampf ab. Bei Osmers beschwerte er sich über seine Gegenspieler, die ihn sichtbar entnerven wollten.

Doch das gelang dem Regionalligist nicht: Mit zwei Torvorlagen war der 32-Jährige hauptverantwortlich dafür, dass Robert Lewandowski in der ersten Hälfte einen Hattrick erzielte.

Ancelottis Blutdruck dürfte indes zum Ende der ersten Halbzeit wieder in den Normbereich gesunken sein: Auch dank der hohen Führung schaltete Ribery einen Gang zurück und zügelte im weiteren Verlauf sein Temperament. Am Ende feierte der FC Bayern einen standesgemäßen 5:0-Sieg.

"Heute hat Ribery nichts Besonderes gemacht", sagte Ancelotti nach dem Schlusspfiff. "Er hat sein Spiel gemacht und in den 60 Minuten gut gespielt. Er war dann ein bisschen müde."

Der neue Bayern-Coach hatte seinen Hitzkopf schon nach einer Stunde vom Feld genommen.

Ribery jedoch war selbst auf der Bank kaum zu beruhigen. Wütend schimpfte er von dort aus Richtung Gegenspieler Kühne.

Der Franzose ist und bleibt "on fire".

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