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1899 Hoffenheim v FC Ingolstadt - Bundesliga
Ralph Hasenhüttl wechselte vom FC Ingolstadt zu RB Leipzig © Getty Images

Ralph Hasenhüttl stimmt vor dem brisanten Sachsenderby im DFB-Pokal zwischen Dynamo Dresden und RB Leipzig versöhnliche Töne an. Der RB-Trainer wehrt Kritik ab.

Bundesligist RB Leipzig hat sich im Vorfeld des DFB-Pokalspiels bei Dynamo Dresden gegen Kritik an angeblich mangelnder Kooperation gewehrt.

"Der gastgebende Verein sollte gewährleisten, dass der Gästemannschaft eine normale Anreise möglich ist. Wir wollen nicht provozieren, sondern eine normale Anreise", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl vor dem brisanten Erstrunden-Sachsenderby am Samstag (15.30 Uhr im LIVETICKER).

Zweitliga-Aufsteiger Dresden hatte dem Bundesliga-Neuling eine Anreise am Spieltag nahegelegt, die Leipziger werden aber wie üblich einen Tag früher anreisen. Auch den Vorschlag, wegen Sicherheitsbedenken besser in einem neutralen Bus zum Stadion zu kommen, lehnte RB ab.

"Wir wollen uns nicht verstecken. Das würde auch ein schlechtes Licht auf den sächsischen Fußball werfen", sagte Hasenhüttl: "Ich wünsche mir ein Fußballfest, das die Menschen begeistert."

RasenBallsport gilt in Dresden wegen der Vermarktungsstrategie und dem Ruf als Kunstprodukt als besonders verhasst. Womöglich könnte es im Vorfeld der Begegnung zu Problemen kommen. Doch daran glaubt zumindest Sportdirektor Ralf Rangnick nicht. "Ich gehe nicht davon aus, dass wir Angst haben müssen, dass uns im oder um das Hotel etwas passiert", sagte der 58-Jährige.

Rangnick schickte trotzdem eine Spitze an den achtmaligen DDR-Meister Dynamo. "Dass das Spiel ein Hochsicherheitsspiel ist, liegt weder an RB Leipzig, noch an unseren Fans", betonte der ehemalige Trainer, der das Duell im Gegensatz zu Dresden weiterhin als Derby sieht: "Wenn die beiden größten sächsischen Städte gegeneinander spielen, wird das als Derby angesehen."

Sportlich wartet auf Leipzig im ersten Pflichtspiel unter Hasenhüttl vor 30.000 Zuschauern im Dresdner Hexenkessel eine schwierige Aufgabe. "Wir wollen zeigen, wie weit wir sind", sagte Kapitän Dominik Kaiser: "Letztes Jahr haben wir vor großen Kulissen oft schon gezeigt, wie abgebrüht wir sind. Wir sind vorbereitet und werden standhalten."

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