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Schalke findet aktuell in die Spur, Kapitän Benedikt Höwedes aber drückt auf die Bremse © Getty Images

Nürnberg - Schalke 04 setzt seinen Aufwärtstrend auch im DFB-Pokal fort, die Bilanz in der Bundesliga aber ist nach wie vor schlecht. Im Derby wartet jetzt bei Borussia Dortmund.

Das Spiel war kaum vorbei, da sangen sie schon wieder gemeinsam. 

Für Anhänger des 1. FC Nürnberg ist eine Niederlage gegen Schalke 04 gerade noch verkraftbar, zwischen den Unterstützern beider Altmeister existiert eine tiefe Freundschaft. Deshalb erklangen nach dem 2:3 (0:3) des "Club" gegen Königsblau in der zweiten Runde des DFB-Pokals erwartungsgemäß auch aus beiden Fankurven des Nürnberger Stadions Schmähgesänge - gegen Borussia Dortmund.

"Die sind heiß", sagte Mannschaftskapitän Benedikt Höwedes mit einem Schmunzeln über die Schalker Anhänger. Heiß auf das Derby am Samstag in Dortmund (ab 18.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER). Ein Derby, zu dem Schalke mit einer immer breiter werdenden Brust reist. Nach dem miserablen Saisonstart gelang der Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl in Nürnberg nun der fünfte Sieg in den vergangenen sechs Pflichtspielen. "Das ist", betonte Höwedes, "auch gut für die Seele". Mehr aber auch nicht.

"Brauchen dringend Punkte"

Der Blick auf die Tabelle missfällt den Schalkern bei aller Freude über den jüngsten Aufschwung nach wie vor, weshalb Höwedes umgehend einwarf: "Wir müssen jetzt erst mal den Ball flach halten, wir haben trotzdem nur sieben Punkte, das ist zum jetzigen Zeitpunkt zu wenig." Für das Derby in Dortmund heißt das: "Wir brauchen da natürlich dringend die Punkte. Da ist natürlich Brisanz drin." Natürlich.

Ein Sieg beim BVB, und die Zukunft schaut wieder ein bisschen besser aus.

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In Nürnberg hätten sich die Schalker die Vorfreude auf das Derby beinahe noch selbst vermiest. Eine Halbzeit lang spielten sie tadellos und den Club nach allen Regeln der Kunst an die Wand - Torhüter Thorsten Kirschbaum verhinderte dabei sogar noch weitere Gegentreffer als jene durch Yevhen Konoplyanka (20. und 45.) sowie Klaas-Jan Huntelaar (31.). Aber dann: Im Gefühl des sicheren Sieges schlichen sich Nachlässigkeiten ein, Nürnberg, lange völlig überfordert, kam noch einmal heran.

Zu viele Fehler

"Der Gegner war eigentlich schon geschlagen, aber wir haben dumme Fehler gemacht, und die sind dann auch von einem Zweitligisten bestraft worden",  bemängelte Höwedes. Erster Fehler: "Wir haben unbewusst einen Schritt weniger gemacht, wir haben nur noch verwaltet und den Gegner aufgebaut", kritisierte Weinzierl.

Zweiter Fehler: das Eigentor von Abdul Rahman Baba (59.). Dritter Fehler: der von Caicara verursachte Foulelfmeter, verwandelt von Tobias Kempe (69.).

Manager Christian Heidel hakte die folgende, nur noch wenig souveräne Schlussphase der Schalker als "Lernprozess" ab, grundsätzlich, sagte er, habe er "wenig zu meckern". Auch der Einschätzung von Weinzierl, dass der Sieg in Nürnberg "hochverdient" war, "auch wenn es zum Schluss noch einmal spannend wurde", wollte niemand widersprechen. Ebensowenig aber auch der Einschätzung von Höwedes: Punkte gibt es für den Sieg in Nürnberg keine.

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