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Thomas Tuchel und den BVB plagen aktuell Verletzungssorgen © Getty Images

Drei Bundesligaspiele in Folge hat Borussia Dortmund nicht gewonnen. Gegen Zweitligist Union Berlin ist im DFB-Pokal ein Sieg aber Pflicht - ungeachtet aller personeller Sorgen.

Thomas Tuchel lächelte kurz, dann verbreitete er die nächsten schlechten Nachrichten äußerst gelassen. Das ohnehin schon riesige Lazarett von Borussia Dortmund wird immer größer.

Für das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal am Mittwoch (ab 20.45 Uhr in der Pokal-Konferenz in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) gegen Zweitligist Union Berlin ist nun auch der Ausfall der Offensivkräfte Pierre-Emerick Aubameyang (Wadenprobleme), Ousmane Dembele und Christian Pulisic (beide krank) wahrscheinlich.

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"Es steht absolut infrage, ob sie mitwirken können", sagte Tuchel. Das Trio konnte am Dienstag nicht trainieren.

"Es fehlt Qualität"

Damit nehmen die personellen Sorgen des arg gebeutelten dreimaligen Pokalsiegers immer weiter zu. Tuchel schraubt daher die Erwartungen zurück. "Die Ansprüche an uns selber sind gesunken", sagte Tuchel: "Uns fehlt die Eingespieltheit, die Qualität und viel Erfahrung."

Drei Bundesligaspiele in Folge haben die Schwarz-Gelben nicht gewonnen. Ungeachtet aller Personalprobleme ist ein Sieg gegen die Eisernen aber Pflicht. "Wir trauen uns ganz klar zu, das Spiel zu gewinnen. Das ist unser Anspruch", sagte Tuchel.

Reus fehlt noch Wochen

Sicher werden gegen Union André Schürrle (Innenbanddehnung im Knie), Raphael Guerreiro, Marcel Schmelzer (beide Faserriss), Sven Bender (Knöchelprobleme), Erik Durm (Knie-OP), Neven Subotic (Rippen-OP) und Marco Reus (Trainingsrückstand) ausfallen.

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Bei Reus sei es noch eine Frage von Wochen, so Tuchel. Die Rückkehr von Sokratis (muskuläre Probleme) und Nuri Sahin (Blockade in der Halswirbelsäule) ist da nur ein schwacher Trost.

"Wir hangeln uns von Tag zu Tag. Es müssen immer wieder Spieler ran, die vielleicht mal eine Pause bräuchten. Es gibt aber keinen anderen Weg", sagte Tuchel, der den Gegner als "sehr gewachsene, homogene Mannschaft" lobte.

Union versucht das Unmögliche

Union belegt nach einem starken Saisonstart in der 2. Liga derzeit einen Aufstiegsplatz. Dennoch sehen sich die Köpenicker beim deutschen Vizemeister in der Rolle des klaren Außenseiters. "In der zweiten Runde hätte ich mir ein Los gewünscht, das wir sportlich eher hätten stemmen können. Wir sind nicht auf Augenhöhe", sagte Trainer Jens Keller.

Trotzdem bemühte der 45-Jährige die "üblichen Floskeln", wie er selbst sagte: "Das ist ein Pokalspiel, da ist alles möglich. Genauso fahren wir dorthin. Wir werden versuchen, das Unmögliche möglich zu machen."

Unterstützt werden die Berliner im ehemaligen Westfalenstadion von knapp 10.000 Fans. "Wir müssen unseren Lauf einbringen, körperlich und robust spielen", sagte Keller, der erstmals wieder auf die große Bühne zurückgekehrt, nachdem er im Oktober 2014 als Trainer bei Schalke 04 entlassen worden war.

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