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1. FC Heidenheim v VfL Wolfsburg - DFB Cup
Mario Gomez (l.) erzielt gegen Heidenheim den entscheidenden Treffer © Getty Images

Mario Gomez schießt Wolfsburg zum ersten Sieg seit August - und bricht eine Lanze für Trainer Valerien Ismael. Der Sieg gegen Heidenheim kommt dem VfL teuer zu stehen.

Mario Gomez entschuldigte sich.

Nicht für seinen Siegtreffer zum 1:0 (0:0) für den VfL Wolfsburg im kniffligen DFB-Pokalspiel bei Zweitligist 1. FC Heidenheim, nein. Er habe in der heißen Schlussphase einen Schlag auf den Kopf abbekommen, sagte der Matchwinner, deshalb könne es sein, "dass ich ein bisschen wirres Zeug rede jetzt". Das tat er nicht, stattdessen brach er eine Lanze für Trainer Valerien Ismael.

Er sei zwar nicht der Manager des VfL, und das wolle er auch nicht sein, aber: "Ich kann nur sagen, dass er ein unglaublich positiver Typ ist und uns wirklich richtig gut pusht, emotional immer gut packt." Der Nachfolger von Dieter Hecking habe bisher "sehr, sehr positiv auf uns eingewirkt", ergänzte Gomez - und gab damit offenbar die Mehrheitsmeinung seiner Kollegen wieder. "Es ist nicht ganz einfach, die Mannschaft in so kurzer Zeit zu erreichen", sagte Kapitän Diego Benaglio über Ismael, "aber das tut er, er macht das richtig gut."

Erster Sieg seit Ende August

Nach seinem unglücklichen Debüt im Spiel bei Darmstadt 98 (1:3) beendete Ismael in Heidenheim die Serie von sieben Spielen ohne Sieg - auch wenn der erste Erfolg seit Ende August nicht besonders souverän ausfiel. "Dreckig, endlich dreckig - und endlich können wir grinsen", sagte Gomez, der die Begegnung mit seinem zweiten Pflichtspieltreffer hintereinander (49.) entschieden hatte.

Im Überschwang hatte Gomez sogar schon den großen Coup im Blick. "Jetzt haben wir noch drei Spiele bis Berlin, das ist nach den letzten Wochen endlich was Positives und gibt allen einen Schub", sagte er. Das Endspiel in der Hauptstadt am 27. Mai 2017 ist angesichts der Achtelfinal-Aufgabe bei Bayern München aber sehr weit weg.

"Haben Sieg teuer erkauft"

Zunächst wartet am Samstag (ab 15.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) Bayer Leverkusen. Ismael muss dann weiter improvisieren: Vieirinha (Wade) und Bruno Henrique (Knie) verletzten sich an der Brenz, zumindest Letzterer dürfte wohl länger ausfallen. "Wir haben den Sieg teuer erkauft", klagte Ismael.

Gomez forderte derweil, der VfL möge gegen Bayer auch für den Coach spielen. "Wir als Spieler haben nur eine Möglichkeit: Auf dem Platz Vollgas geben und Spiele gewinnen. Dann spricht alles für den Trainer."

Was also wird aus Ismael? Geschäftsführer Klaus Allofs wollte sich am Mittwochabend nicht äußern. Ismael meinte: "Wir haben eine klare Absprache intern, wir schauen von Spiel zu Spiel." Die aktuelle Situation mit Tabellenplatz 16 tue ihm weh, betonte er, "wir wollen da raus, was sonst passiert, ist irrelevant".

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