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1. FC Nuernberg v FC Schalke 04 - DFB Cup
Benjamin Stambouli herzt Klaas-Jan Huntelaar nach dessen Treffer zum 2:0 © Getty Images

Nürnberg - Der FC Schalke 04 bezwingt den 1. FC Nürnberg nach einer Zitterpartie und löst damit das Ticket fürs DFB-Pokal-Achtelfinale. Nach einem Eigentor wird es nochmal spannend.

Der FC Schalke 04 hat seinen jüngsten Aufschwung auch im DFB-Pokal fortgesetzt. Allerdings zitterten sich die Königsblauen nach einer klaren Führung gegen den  1. FC Nürnberg ins Achtelfinale.

Nach einer tadellosen ersten Halbzeit hatte der Bundesligist bereits mit 3:0 in Führung gelegen und dabei teilweise Katz und Maus mit dem Club gespielt. Am Ende stand es 3:2 (3:0) für die Gäste, die sich in der zweiten Halbzeit durch zwei ungeschickte Aktionen selbst in Schwierigkeiten brachten.

"Eng bis zum Schluss"

Nürnberg haderte anschließend. "In der ersten Halbzeit sind wir nur hinterhergelaufen und haben zugesehen, wie die Fußball spielen. Die zweite Halbzeit hat ganz gut ausgesehen, es war eng bis zum Schluss. Schade, dass das 3:3 nicht mehr gefallen ist", sagte Stürmer Guido Burgstaller.

Ein Eigentor von Abdul Rahman Baba brachte die bis dahin unterlegenen und phasenweise überforderten Nürnberger vor 28.281 Zuschauern wieder zurück ins Spiel (59.), Tobias Kempe traf kurz darauf nach einem Foul von Junior Caicara an Hanno Behrens im Strafraum per Elfmeter (68.). (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Danach drängte Nürnberg mit Leidenschaft auf den Ausgleich, ohne aber noch große Chancen herauszuarbeiten - dabei wackelten die Gäste doch bedenklich.

Souveränität verloren

Nach dem Eigentor von Baba war nichts mehr zu sehen von der Souveränität, mit der die Schalker vor der Pause aufgetreten waren. Der starke Yevhen Konoplyanka (20. und 45.) nach Eckbällen sowie Klaas-Jan Huntelaar (31.) nach herausragender Vorarbeit von Caicara hatten die konzentriert und konsequent spielenden Gäste in Führung gebracht.

Nur Nürnbergs Torhüter Thorsten Kirschbaum verhinderte einen noch höheren Rückstand. (Statistiken zum Spiel)

Der Club hatte nach einem miserablen Saisonstart und ersten Diskussionen um Trainer Alois Schwartz zuletzt vier Spiele in Serie gewonnen - und dabei nur einen Gegentreffer kassiert.

Klassenunterschied

"Wenn wir wie zuletzt die Laufbereitschaft, Kompaktheit und unser schnelles Umschaltspiel zeigen, hat es jeder Gegner schwer", hatte Schwartz prophezeit - musste aber mitansehen, wie groß der Unterschied zwischen 1. und 2. Bundesliga sein kann. (Ergebnisse und Spielplan)

Die Schalker waren mit gewachsenem Selbstbewusstsein nach Nürnberg gefahren, hinzu kam der erkennbare Wille, den Club nicht zu unterschätzen. Der Bundesligist war von Beginn an überlegen und fand nach ein paar Anlaufschwierigkeiten auch bald die Lücken in der Abwehr der Franken, die vor allem die Standards schlecht verteidigten.

Umso erstaunlicher, dass die Schalker nach dem Anschlusstreffer des Clubs plötzlich den Faden verloren.

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