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Freiburgs Nils Petersen muss in der 1. Runde des DFB-Pokals zittern
Freiburgs Nils Petersen muss in der 1. Runde des DFB-Pokals zittern © Getty Images

Keine Überraschungen: In der ersten Runde des DFB-Pokal werden die Bundesligisten ihrer Favoritenrolle gerecht. Nur das Familienduell Petersen vs. Petersen bringt Spannung rein.

In den ersten Samstagsspielen der ersten Runde des DFB-Pokals haben sich die Favoriten keine Blöße gegeben.

Rekord-Pokalsieger Bayern München gewann souverän mit 5:0 (1:0) beim Drittligisten Chemnitzer FC. Auch Cup-Verteidiger Borussia Dortmund ließ beim Sechstligisten 1. FC Rielasingen-Arlen beim 4:0 (2:0) ebenfalls nichts anbrennen.

Ebenfalls in der nächsten Runde stehen die Bundesligisten 1. FC Köln, SC Freiburg, 1. FSV Mainz 05 und Eintracht Frankfurt. Auch die beiden Zweitligisten Heidenheim und Kaiserslautern wurden ihrer Favoritenrolle gerecht.

Spannendes Familienduell zwischen Nils Petersen und seinem Vater

Am spannendsten gestaltete sich das Familienduell zwischen Nils Petersen und seinem Vater: Am Ende führte der Sohn den SC Freiburg aber mit einem frühen Tor in die zweite Runde des DFB-Pokals.

Die Breisgauer um den Olympia-Zweiten besiegten am Samstag den von Andreas Petersen trainierten Regionalliga-Aufsteiger Germania Halberstadt mit 2:1 (2:0). Durch den Erfolg entschädigte Freiburg seine Fans für das blamable Ausscheiden in der Europa-League-Qualifikation.

"Es war nicht einfach für mich, weil im Vorfeld so viel geschrieben und gesprochen wurde, als dass man sagen könnte, es war ein ganz normales Spiel. Es war ein besonderes Spiel für mich, das auch mental Kraft gekostet hat. Ich bin froh, dass wir es gepackt haben", sagte der Torschütze Petersen nach der Partie bei Sky.

Vater Andreas überreichte seinem Sohn die Auszeichnung zum 'Man of the Match': "Wie er das Tor gemacht hat, das zeichnet einen klasse Torjäger aus – innerhalb von einer Sekunde Brust, Volley Tor. Ich bin stolz, wie er es gemacht hat und verärgert, dass er es gemacht hat."

Petersen (34.) und Nicolas Höfler (42.) trafen im Herzen Sachsen-Anhalts für den Siebten der vergangenen Bundesliga-Saison, Halberstadt kam durch Kay Michel (87.) zum späten Anschlusstreffer. (Ergebnisse und Spielplan des DFB-Pokals)

Köln feiert Schützenfest

Der 1. FC Köln feierte dagegen einen mühelosen Einstand nach Maß: Mit einem lockeren 5:0 (2:0)-Sieg bei der fünftklassigen Leher Turnerschaft in Bremerhaven ist der  Europa-League-Starter im DFB-Pokal erfolgreich in die Saison gestartet.

"Wir wollten eine konzentrierte Leistung abliefern und das ist uns gelungen", sagte Kölns Trainer Peter Stöger bei Sky.

Vor 8119 Zuschauern im ausverkauften Nordseestadion stellten die Gäste schon in der ersten Halbzeit binnen sechs Minuten die Weichen auf Sieg. Leonardo Bittencourt (28.) per Abstauber und Frederick Sörensen (34.) mit einem platzierten Flachschuss drückten die klare Überlegenheit des Bundesliga-Fünften auch in Toren aus. (Alle Infos zum DFB-Pokal im Volkswagen Pokalblog)

Frankfurt trotz Unterzahl weiter

In Unterzahl gewann Eintracht Frankfurt beim Regionalligisten TuS Erndtebrück mit 3:0 (1:0). David Abraham (22.) sah nach einer Notbremse die Rote Karte.

Timothy Chandler (35.) schoss das Führungstor der Hessen, Mijat Gacinovic (72.) und Sébastien Haller (76.) machten alles klar. (Volkswagen Pokalfieber: Alle Infos zum DFB-Pokal Di., 18.30 Uhr im TV auf SPORT1)

"In den ersten 20 Minuten haben wir uns auf dem nassen, schmierigen Rasen immer wieder selbst in Schwierigkeiten gebracht", kritisierte Kovac nach dem ersten Pflichtspiel der Saison: "Das hat mir nicht gefallen."

Mainz wenig überzeugend

Der FSV Mainz 05 ist beim Pflichtspieldebüt des neuen Trainers Sandro Schwarz letztlich problemlos in die 2. Runde des DFB-Pokals eingezogen.

Die Rheinhessen setzten sich beim Viertligisten Lüneburger SK Hansa mit 3:1 (2:1) durch. Eine Woche vor dem Ligastart überzeugte der Bundesligist spielerisch aber nur zeitweise. "Wir haben es über 92 Minuten sehr gut gemacht, waren aktiv und giftig im Gegenpressing. Mit dem 1:1 sind wir gut umgegangen. Es ist ein ständiger Entwicklungsprozess, und wir sind auf einem guten Stand", war Schwart dennoch positiv gestimmt.

Yoshinori Muto mit einem Doppelpack (13., 60.) und Daniel Brosinski (45./Foulelfmeter) trafen vor 4000 Zuschauern für den klaren Favoriten. Zwischendurch sorgte Felix Vobejda mit einem abgefälschten Schuss für den ersten Gegentreffer von Ex-Nationalkeeper René Adler im 05-Tor (31.) - und großen Jubel im LSK-Block. (Die Spiele zum Nachlesen im Ticker)

Kaiserslautern und Heidenheim ohne Mühe

Drittligist SpVgg Unterhaching unterlag dem Zweitligisten 1. FC Heidenheim mit 0:4 (0:1).

Timo Beermann (43./74.) zeichnete sich mit einem Doppelpack aus, zudem trafen Robert Glatzel (80.) und Kolja Pusch (86.). Hachings Stefan Schimmer (65.) sah wegen groben Foulspiels die Rote Karte.

Zweitligist 1. FC Kaiserslautern gewann 4:0 (2:0) beim Fünftligisten SV Eichede. Osayamen Osawe (17./69.), Baris Atik (39.) und Christoph Moritz (85.) trafen für die Roten Teufel.

Am Freitagabend hatten sich die Bundesligisten Bayer Leverkusen (3:0 n.V. beim Karlsruher SC) und Borussia Mönchengladbach (2:1 bei Rot-Weiss Essen) mühevoll durchgesetzt. Außerdem kamen die Zweitligisten Dynamo Dresden (3:2 bei TuS Koblenz) und Holstein Kiel (2:1 gegen Eintracht Braunschweig) in Runde zwei.

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