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Magdeburg - Der BVB stoppt gegen Magdeburg seinen Negativlauf und steht im Achtelfinale des DFB-Pokals. Youngster Alexander Isak überzeugt, dazu feiern zwei Langzeitverletzte ihr Comeback.

Drei Spiele ohne Sieg, dazu sechs Gegentore: Beim BVB hatte die Stimmung trotz Tabellenführung in der Bundesliga zuletzt doch merklich gelitten.

So gesehen kam der souveräne 5:0-Sieg im DFB-Pokal gegen Drittligist FC Magdeburg für Borussia Dortmund nicht nur wegen des Einzugs ins Achtelfinale gerade zur richtigen Zeit.

"Wir sind gegen einen unbequemen Gegner verdient und souverän weitergekommen. Wir haben zuletzt dreimal nicht gewonnen, deshalb hat der Sieg besonders gut getan", gab Nuri Sahin nach der Partie erleichtert zu Protokoll.

Ein zufriedener und selbstbewusster Trainer Peter Bosz ("Wir sind Tabellenführer") war vor allem froh, dass seine Mannschaft an diesem Abend nach langer Zeit mal wieder kein Gegentor kassierte. 

Auba-Ersatz Isak sticht

Allen voran Jung-Star Alexander Isak, der für den verletzten Pierre-Emerick Aubameyang ins Team gerückt war, konnte dabei erstmals im schwarzgelben Dress ein Ausrufezeichen setzen.

Nach einem Zuspiel von Maximilian Philipp kurz nach der Halbzeit behielt der schlaksige Angreifer die Nerven und schob aus acht Metern ein. Auch das 1:0 von Gonzalo Castro hatte Isak bereits vorbereitet.

Was auch Trainer Peter Bosz nicht verborgen blieb: "Alex arbeitet hart auch im Training, er hat Auba vor sich, das ist nicht einfach. Wenn er dann die Chance kriegt, muss er die auch nutzen und ich glaube das hat er heute dann auch getan."

Der Schwede mit afrikanischen Wurzeln war im letzten Winter für 8,6 Millionen Euro nach Dortmund gekommen und gilt als eines der meist umworbenen Sturmtalente Europas.

Bosz mit goldenem Händchen

Auch Joker Castro darf nach der Partie getrost als Glücksgriff bezeichnet werden, traf der 30-Jährige doch in der 41. Minute nur 32 Sekunden nach seiner Einwechslung mit seiner ersten Ballberührung zum 1:0.

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"Dass ich so früh eingewechselt wurde, kam unerwartet, aber ich habe nicht lange nachgedacht. Nach dem 1:0 lief es dann einfacher", sagte Castro.

Sorgen gibt es an diesem Abend nur um Comebacker Mahmoud Dahoud, der nach einem Rempler von Gegenspieler Richard Weil für Castro Platz machen musste und vorsorglich ins Krankenhaus gebracht wurde.

Eine genaue Diagnose steht noch aus.

Schürrle und Guerreiro feiern Comeback

Neben den weiteren Treffern von Andrej Jarmolenko (73.), Marc Bartra (78.) und Shinji Kagawa (90.) gab es vor allem personell Grund zur Freude.

Raphael Guerreiro feierte nach seinem Knöchelbruch mit anschließender Operation, den sich der Portugiese beim Confed Cup gegen Russland im Sommer zugezogen hatte, sein Comeback.

Der 23-Jährige wurde in der 63. Minute für Marcel Schmelzer eingewechselt, der nach der Partie gegen Nikosia gegen seinen Heimatklub Magdeburg ("war so nervös wie in den letzten fünf, sechs Jahren nicht") zum zweiten Mal nach seiner Sprunggelenksverletzung in Folge in der Startelf stand.

"Ich bin so froh, wieder dabei zu sein! Läuferisch ist das noch nicht hundert Prozent, aber es war ein guter Anfang", freute sich Guerreiro über seinen ersten Pflichtspieleinsatz der Saison.

Auch Weltmeister Andre Schürrle durfte nach seiner langen Verletzungspause endlich wieder Spielpraxis sammeln, der 26-Jährige ersetzte in der 74. Minute Isak. 

Götze wurde geschont

Vor 23.000 Zuschauern hätte der BVB in der ausverkauften MDCC-Arena schon nach drei Minuten in Führung gehen müssen.

Erst traf Philipp aus fünf Metern nur den Pfosten, dann scheiterte Isak aus gleicher Distanz an Magdeburgs Keeper Alexander Brunst. 

Dortmund tat sich schwer gegen die kompakte Abwehr, war im Aufbau oft zu unpräzise. Hinzu kamen schlampige Abwehraktionen wie von Sokratis (19.), die die Gäste in Gefahr brachten.

Nur selten machten die Borussen das Spiel schnell. So wie in der 19. Minute, als Jarmolenko von der rechten Seite ebenfalls am guten Keeper Brunst scheiterte.

Trotz des enormen Erfolgsdrucks nach dem Frust der letzten Spiele schonte BVB-Trainer Peter Bosz wichtige Spieler wie Mario Götze, Christian Pulisic und Julian Weigl.

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