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Leipzigs Sportchef Ralf Rangnick wird während der Partie gegen die Bayern des Innenraum verwiesen. SPORT1 erfährt: Der DFB ermittelt, eine Sperre droht.

Der Deutsche Fußball-Bund ermittelt nach dem Pokal-Drama gegen RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick.

Das bestätigte der Vorsitzende des Kontrollausschusses, Dr. Anton Nachreiner, auf SPORT1-Nachfrage.

Fehlentscheidung führt zu Tumulten

Schiedsrichter Felix Zwayer hatte im Topspiel des DFB-Pokals zwischen Leipzig und dem FC Bayern (5:6 n.E.) für großen Ärger gesorgt.

In der 35. Minute beim Stand von 0:0 entschied der Referee zunächst auf Elfmeter, nachdem Arturo Vidal Emil Forsberg zu Boden gebracht hatte. Anschließend besprach er sich jedoch intensiv mit seinem Linienrichter und änderte seine Entscheidung auf Freistoß.

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Rangnick war Zwayer beim Gang in die Halbzeitpause hinterhergelaufen und wollte ihm ein Video - vermutlich von der Strafstoß-Szene - auf seinem Smartphone zeigen.

Allerdings drängten die hinzugeeilten Bayern-Spieler Mats Hummels, David Alaba und Sven Ulreich Rangnick umgehend weg.

Hummels ist außer sich

"Es geht natürlich nicht, mit dem Handy zum Schiedsrichter zu gehen und ihm Szenen zu zeigen", sagte Mats Hummels nach der Partie. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das erlaubt oder gewollt ist. Sonst haben die Schiedsrichter ja demnächst nur noch Verantwortliche um die Ohren, die ihnen Szenen zeigen wollen."

Laut ARD gingen die Tumulte im Spielertunnel weiter. Der Schiedsrichter und Rangnick wurden dabei voneinenander getrennt, als der RB-Boss erneut das Handyvideo zeigen wollte.

Danach gab es ein Innenraumverbot für den RB-Sportchef, wie Nachreiner bei SPORT1 bestätigte.

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Hummels habe Rangnick gesagt, "dass er es nicht nötig hat und dass es sein kann, dass es Elfmeter war - er es aber nicht ändern kann. Und dass es unsportlich ist. Ich bin dabei relativ sachlich geblieben. Und ein Innenraumverbot gab es ja nicht für mich." 

Vidal hatte Forsberg zwar vor dem Strafraum am Trikot festgehalten, brachte ihn jedoch erst mit einer Beinschere zu Fall - die auf der Strafraumlinie stattfand. Diese zählt zum Sechzehnmeter-Raum, Elfmeter wäre also die richtige Entscheidung gewesen.

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