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1. FC Nuernberg v VfL Wolfsburg - DFB Cup
Wolfsburgs Torschütze Felix Uduokhai (r.) feiert mit Josuha Guilavogui seinen Führungstreffer © Getty Images

Nürnberg - Der VfL Wolfsburg braucht in Nürnberg 120 Minuten, um den starken Zweitligisten zu bezwingen. Ein Defensivspieler wird für die Wölfe zum Matchwinner.

Der VfL Wolfsburg ist trotz einer über weite Strecken schwachen Leistung mit Ach und Krach ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen.

Felix Uduokhai (96.) und Daniel Didavi (117.) schossen den leicht überlegenen, aber lange Zeit harmlosen Bundesligisten zum schmeichelhaften 2:0 (0:0) n.V. beim kampfstarken Zweitligisten 1.FC Nürnberg, der lange Zeit gut mithalten konnte.

Wolfsburg hatte zuletzt auf dem Weg zum Pokalsieg 2015 in der Runde der letzten Acht gestanden. Im Vorjahr waren die Niedersachsen im Achtelfinale an Bayern München gescheitert.

"War eine harte Nuss"

"Das war eine harte Nuss und eine gute Reaktion auf das indiskutable Spiel in Köln", sagte VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe, der nach dem 0:1 beim Bundesligaschlusslicht eine Reaktion gefordert hatte. "Vielleicht hätten wir das Tor etwas früher machen können. Das wäre für die Nerven gut gewesen."

Torschütze Felix Uduokhai meinte: "Es war eine gute Mannschaftsleistung gegen sehr gute Nürnberger. Ich bin froh, dass wir heute als Mannschaft gewonnen haben."

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Nürnbergs Enrico Valentini sprach von einem "guten Pokalfight" seines Teams: "Wir haben nur vergessen, die Tore zu machen."

Halbe Stunde Leerlauf

Es dauerte eine gute halbe Stunde, ehe sich die ersten Chancen für eine der beiden Mannschaften ergaben: Erst schoss Eduard Löwen ans Außennetz (30.), kurz darauf verpasste Kevin Möhwald (31.) für den FCN. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Bundesligist das dahinplätschernde Spiel auf seifigem Rasen nach Anlaufschwierigkeiten eigentlich unter seine Kontrolle gebracht.

Der Nürnberger Schlussmann Fabian Bredlow blieb aber trotz leichter Wolfsburger Überlegenheit weitgehend beschäftigungslos, was auch an dessen Vorderleuten um Ewerton und Patrick Erras lag. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Nürnberger zunächst die klareren Gelegenheiten gegen meist überlegene, aber auch zunächst weiterhin harmlose Wolfsburger. Die beste Chance des viermaligen Pokalsiegers vereitelte Marcel Tisserand, der einen an Hanno Behrens abgeprallten Ball von der Linie schlug (56.). Anschließend klärte Torhüter Max Grün, der für den angeschlagenen Koen Casteels spielte, großartig bei Schüssen von Edgar Salli und Michadel Ishak (60.).

Wolfsburg behäbig

Wolfsburg wirkte uninspiriert und behäbig - unter anderem, weil Ideengeber Daniel Didavi mehr als eine Stunde lang auf der Bank saß. Yunus Mallis gut gemeinte Versuche, seine Mitspieler in Szene zu setzen, waren wenig durchdacht und nicht zwingend. Die erste Chance für die Gäste ergab sich erst kurz vor der Pause, als ein Schuss von Nany Dimata geblockt wurde (41.). 

Die zweite Gelegenheit für den Pokalsieger von 2015 hatte Mario Gomez (53.), der sich gegen die Nürnberger Abwehr nur selten behaupten konnte, aber in der 68. Minute Pech bei einem Pfostenschuss hatte. Elf Minuten später traf dann der kurz zuvor für Gomez eingewechselte Divock Origi für die Wölfe erneut nur das Aluminium.

VfL erst zum Schluss stärker

Wolfsburg wirkte in der Schlussphase und zu Beginn der Verlängerung entschlossener. Nach einer Vorlage von Josuha Guilavogui traf dann Uduokhai im Nachschuss. Nürnberg ging anschließend die Luft aus. Der ehemalige Nürnberger Didavi machte dann den Deckel drauf.

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