Beim "Champion des Jahres" üben sich Deutschlands Topsportler in fremden Aktivitäten. Es gibt sogar eine eigene Zeitzone.

Kanute Max Hoff baggert im glühend heißen Sand nach dem Volleyball.

Skilangläuferin Stefanie Böhler wirft elegant die Boulekugel. 

Und Wasserspringer Patrick Hausding hüpft nicht vom Sprungturm, sondern unter dem Wummern des Basses kurzerhand per Rückwärtssalto vom Partyboot ? die Uhren ticken wahrlich etwas anders im Robinson Club Soma Bay.

Deutschlands Topsportler lassen es sich derzeit auf Einladung der Deutschen Sporthilfe und deren Partner während ihrer Urlaubszeit an Ägyptens Küste am Roten Meer gutgehen.

Freilich ohne dabei ihre Fitness zu vernachlässigen. 

Schwimmen, Schnorcheln, Golf oder gar Biathlon mit Lasergewehren:

Die Liste der Aktivitäten ist schier unerschöpflich und wird von den 83 Athleten sowie ihren Begleitungen auch fleißig wahrgenommen.

Der "Champion des Jahres", der am Montag von den Sportlern selbst gekürt wird, das erklären die Teilnehmer unisono, ist für sie ein absolutes Highlight des Jahres.

Unter Gleichgesinnten erholt es sich eben besser.

Und so tanken die Luxuskörper hier neue Kraft, um bald wieder ins schnöde Leben der Entbehrungen einzutauchen.

Dabei geben die Topsportler auch in der Urlaubsoase in der Wüste Gas. Neben schweißtreibendem Freizeitspaß wird auch seriös auf eingeflogenem Trainingsgerät geschuftet.

Da kann Otto Normalverbraucher in Sachen Energieumsatz nicht ganz mithalten, das wird spätestens am Strand schnell sichtbar.

Lüftet einer der mitreisenden Journalisten das T-Shirt, machen sich Ausmaß und Qualität der Verpflegung bereits hier und da im Hüftbereich bemerkbar.

Überhaupt wird für das Wohl der Gäste alles getan in Soma Bay.

Sogar eine eigene Zeitzone wurde eingerichtet, um die verlässlich vom Himmel brennende Sonne besser zu nutzen.

Was zunächst simpel aussieht, sorgt angesichts des Eigenlebens moderner Telefone jedoch für einige Verwirrung und geplatzte Dates.

Aber halb so wild. Die Uhren ticken eben etwas anders in Soma Bay.

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