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Jens Lehmann arbeitet nach seiner Karriere als TV-Experte
Jens Lehmann bestritt 61 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft

Der ehemalige Nationaltorwart Jens Lehmann hat deutliche Kritik am Auftritt der deutschen Nationalmannschaft geübt.

Nach der 0:2-Niederlage der DFB-Elf im EM-Qualifikationsspiel in Polen holte Lehmann bei "RTL" zu einem Rundumschlag aus.

Vor allem auf der Außenverteidigerposition mangele es dem Weltmeister an Qualität.

"Wenn wir über die Außenverteidiger spielen, haben wir einen Tempoverlust", meinte Lehmann. "Rechts ist Antonio Rüdiger durch mangelnde Erfahrung und weil er die Position sonst nicht spielt, nicht in der Lage Druck auszuüben."

Dabei wandte er sich mit seiner Kritik auch direkt an Bundestrainer Joachim Löw. "Ihr hattet jetzt acht Wochen", sagte Lehmann. Trotzdem sei nicht zu erkennen, wer als Außenverteidiger infrage käme. "Da hätte man sicherlich ein bisschen was entwickeln können", ergänzte Lehmann.

Gegen Polen setzte Löw rechts auf den gelernten Innenverteidiger Rüdiger vom VfB Stuttgart. Auf der linken Seite verteidigte Erik Durm von Borussia Dortmund.

Auch die Versetzung Thomas Müllers in die Zentrale kreidete er Löw an. "Thomas Müller ist auf der Seite besser aufgehoben. Er hat solchen Bewegungsdrang", so Lehmann weiter.

Nationaltorwart Manuel Neuer gab der ehemalige Keeper die Schuld am ersten Treffer der Polen durch Arkadiusz Milik. "Manchmal irritiert man den Spieler, wenn man ihm entgegen springt. Aber seine Startposition war nicht gut, wenn er rausläuft", sagte der 44-Jährige. "Das macht er häufig, da muss er ein bisschen üben."

Hier gibt es alles zum DFB-Team

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