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Joachim Löw führte das DFB-Team in Brasilien zur Weltmeisterschaft

Nürnberg und München - Nach dem Fehlstart in die EM-Qualifkation ist gegen Gibraltar ein Sieg Pflicht. Der Bundestrainer steht Rede und Antwort. LIVE.

Die Weltmeister durften am Montag noch mal in Erninnerungen schwelgen. In Berlin gab es für das DFB-Team das Silberne Lorbeerblatt, später sahen sich Joachim Löw und seine Spieler den Film "Die Mannschaft" an.

Doch nun ist der Erfolg von Brasilien für den Bundestrainer kein Thema mehr. Schließlich gilt es darum, Punkte in der EM-Qualifikation zu sammeln.

Das DFB-Team erwischte einen Fehlstart, holte aus drei Partien nur vier Punkte.

Nun erwartet aber jeder einen Pflichtsieg. Gegen den krassen Außenseiter Gibraltar geht es im Vorfeld nur um die Höhe des Sieges.

Vor dem Heimspiel in Nürnberg (Fr., ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER und bei SPORT1.fm) stellt sich Joachim Löw den Fragen der Journalisten.

Die Pressekonferenz mit dem Bundestrainer gibt es auf SPORT1 im LIVE-TICKER. (SHOP: Jetzt DFB-Fanartikel kaufen)

+++ Schürrle muss sich auskurieren +++

Löw spricht über den Chelsea-Profi. "Ich habe mit dem Andre zuletzt mehrmals telefoniert. Er war die letzten Wochen auch häufiger krank, war deshalb in manchen Spielen enorm platt. Deshalb haben wir gesagt, er soll sich 14 Tage mal auskurieren und sich in London mal richtig durchchecken lassen. Die Ergebnisse kenne ich noch nicht", erklärt der Bundestrainer.

+++ Doppelter Einsatz für Khedira +++

Der Real-Profi steht wieder im Kader. "Er soll in beiden Spielern zum Einsatz kommen. Wahrscheinlich nicht über 90 Minuten. Aber er braucht Spielpraxis und die bekommt er. Morgen vielleicht in einer offensiveren Rolle", sagt der Bundestrainer.

+++ Götze und Boateng brennen +++

Wie motiviert Löw sein Team gegen eine Mannschaft, bei der Feuerwehrleute in der Startelf stehen? "Die Emotionalität und die Intensität bei einem Turnier ist enorm. Dass man danach etwas abfällt, ist normal. Aber nun müssen wir wieder in den Alltag kommen. Die meisten Spieler sind noch jung und wollen mehr Titel gewinnen. Spieler wie Mario Götze und Jerome Boateng, die brennen", sagt Löw

+++ Podolski in der Startelf +++

Der Arsenal-Profi dürfte in der Startelf stehen. "Ich plane schon, dass der Lukas von Anfang an spielt. Ich sehe schon, dass er zurzeit sehr wenig spielt. Er braucht aber Wettkampfpraxis. Ihm fehlt manchmal die Physis für 90 Minuten. Er muss sich Gedanken über seine Situation machen. Ich bin nach wie vor überzeugt von Lukas, aber er braucht eine hohe Intensität", sagt Löw über Podolski.

+++ Talente begleiten +++

Für Löw geht es auch darum, sich um Nachwuchsspieler in den Pausen zu kümmern. "Wir müssen viel mit jungen Spielern arbeiten", sagt der Bundestrainer und führt Erik Durm, Antonio Rüdiger sowie Kevin Volland als Beispiele an.

+++ Taktische Varianten möglich +++

Löw will neue Impulse setzen und erwägt mal, ein anderes System auszuprobieren. "Vielleicht mal ein 3-5-2 oder mal mit zwei Spitzen", sagt der Bundestrainer.

+++ "Können Modus nicht ändern" +++

SPORT1 will wissen, wie sinnvoll solche Spiele sind. "Der Qualifikationsmodus ist so. Der wird auf anderen Ebenen geregelt und wir können das nicht ändern", sagt der Trainer.

+++ Nur ein, zwei Sätze über Gibraltar +++

Löw will in seiner Mannschaft gar nicht viele Worte über den Gegner verlieren. "Die haben eine spanische Mentalität und werden womöglich wie im Feldhandball mit zehn Mann um den Strafraum stehen. Wichtig ist, dass wir Lösungsansätze finden. Dann werden wir auch ein hohes Ergebnis erzielen", sagt der Coach.

+++ Rasen für Teppich eingetauscht +++

Nach der Ehrung in Berlin ist der Alltag eingekehrt. "Wir tauschen den roten Teppich gegen den grünen Rasen. Wir werden es schaffen, dass wir die beiden Spiele erfolgreich gestalten. Dann beginnen wir im kommenden Jahr mit der Vorbereitung auf 2016", erklärt Löw

+++ Hohes Ergebnis als Ziel +++

Über einen Rekordsieg von 17:0 wird beim Weltmeister nicht geredet. "Das haben wir intern nicht besprochen. Wir wollen aber ein hohes Ergebnis erzielen. Wenn wir so spielen, wie wir es uns vorstellen, dann wird Gibraltar viele Torchancen zulassen", sagt Löw.

+++ Fokus auf der Raumaufteilung +++

"Ich habe beide Spiele im Kopf. Das kann sein, dass der ein oder andere Spieler gegen Spanien noch zum Zuge kommt. Ich habe die Raumaufteilung und die Einstellung im Kopf. Die war gegen Irland nicht so, dass wir permanent unser Spiel nach vorne aufziehen konnten", sagt Löw.

+++ "Wollen Gibraltar überfordern" +++

Der Bundestrainer verrät Grundzüge seiner Taktik. "Wir werden nicht mit allzu vielen Verteidigern auflaufen. Wir müssen sie so fordern, dass sie überfordert sind. Wenn der Widerstand von Gibraltar gebrochen ist, dann können sie in der zweiten Halbzeit auch einbrechen. Schade, dass Spieler wie Marco Reus, Julian Draxler und Andre Schürrle fehlen", sagt Löw.

+++ Neue Spielweise möglich +++

"Wir haben nach der WM festgestellt, dass unsere Spielweise hervorragend geklappt hat. Damit sind wir Weltmeister geworden. Man muss sich nach so einem großen Erfolg auch verändern, um auch erfolgreich zu bleiben", sagt Löw.

+++ Veränderungen stehen an +++

Die Winterpause will Löw für eine große Analyse nutzen. "Wir müssen uns auch verändern, damit wir uns weiterentwickeln. Der Fußball entwickelt sich ja auch permanent weiter. Wir haben uns in den letzten Tagen und Wochen ernsthaften Gedanken gemacht", sagt der Bundestrainer.

+++ Löw erwartet weltmeisterlichen Auftritt +++

Der Bundestrainer blickt zurück. "Wir sind mit dem Auftakt in unsere Qualifikation nicht zufrieden. Weder ich, noch die Mannschaft. Wir haben zu wenig Punkte. Deswegen erwarten wir gegen Gibraltar logischerweise einen Sieg. Ich erwarte ein Spiel, dass einem Weltmeister würdig ist", sagt Löw. "Wir waren gegen Polen und Irland nicht gut genug, um die möglichen sechs Punkte zu holen."

+++ Nun geht's los +++

Drei Minuten hat sich Löw verspätet. Nun kann es losgehen. DFB-Pressesprecher Jens Grittner begrüßt zwei Schulklassen. Dann geht es um Fußball.

+++ Verzögerung in Nürnberg +++

Die Pünktlichkeit hat Joachim Löw nicht erfunden. Mal wieder verspätet sich der Bundestrainer bei einer Pressekonferenz. Die Mannschaft ist aber mittlerweile in Nürnberg eingetroffen.

+++ Preis für Özil +++

Einen Gewinner gibt es beim Weltmeister schon vor dem Anpfiff. Mesut Özil heimste in Berlin den Laureus-Ehrenpreis für Wohltätigkeit ein. Der Profi des FC Arsenal verriet bei der Veranstaltung auch, dass er sein Comeback erst 2015 feiern wird.

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