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Joachim Löw ist seit 2006 Bundestrainer

Löw fordert gegen Gibralter einen dominaten Auftritt. Er setzt auf Lukas Podolski, dem er indirekt zu einem Wechsel rät.

Von Denis de Haas, Matthias Becker und Jochen Stutzky

Nürnberg/München - Silbernes Lorbeerblatt, Premiere vom WM-Film "Die Mannschaft" - die DFB-Mannschaft durfte in Berlin noch mal in Erinnerungen schwelgen () .

Nach dem Festprogramm in Berlin ist der Alltag eingekehrt. "Wir tauschen den roten Teppich gegen den grünen Rasen", sagte Bundestrainer Joachim Löw am Donnerstag in Nürnberg.

Im Frankenland steht das vierte Spiel der EM-Qualifikation an. Nach dem Stotterstart mit vier Punkten aus drei Spielen empfängt das DFB-Team nun Gibraltar (Fr., ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER und bei SPORT1.fm) .

Gegen den krassen Außenseiter erwartet jeder Fan einen Kantersieg. Hinter den Kulissen wird schon auf einen Rekorderfolg gewettet. Bislang steht die Bestmarke aus dem Jahr 1912. Damals besiegten die Deutschen Russland mit 16:0.

Für solche Zahlen interessiert sich Löw aber nicht. "Das haben wir intern nicht besprochen. Wir wollen aber ein hohes Ergebnis erzielen. Wenn wir so spielen, wie wir es uns vorstellen, dann wird Gibraltar viele Torchancen zulassen", betont der 54-Jährige.

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Joachim Löw über:

...die Anforderungen an seine Spieler:

"Wir sind mit dem Auftakt in unsere Qualifikation nicht zufrieden. Weder ich, noch die Mannschaft. Wir haben zu wenig Punkte. Deswegen erwarten wir gegen Gibraltar logischerweise einen Sieg. Ich erwarte ein Spiel, dass einem Weltmeister würdig ist."

...die Taktik gegen Gibraltar:

"Wir werden nicht mit allzu vielen Verteidigern auflaufen. Wir müssen sie so fordern, dass sie überfordert sind. Wenn der Widerstand von Gibraltar gebrochen ist, dann können sie in der zweiten Halbzeit auch einbrechen. Schade, dass Spieler wie Marco Reus, Julian Draxler und Andre Schürrle fehlen. Die haben eine spanische Mentalität und werden womöglich wie im Feldhandball mit zehn Mann um den Strafraum stehen. Wichtig ist, dass wir Lösungsansätze finden."

...Lukas Podolski:

"Ich plane schon, dass der Lukas von Anfang an spielt. Er benötigt Spielpraxis, um seine Fähigkeiten optimal auszuspielen, und von daher ist seine Situation derzeit nicht optimal. Er braucht Wettkampfpraxis. Darüber muss er sich Gedanken machen. Ihm fehlt manchmal die Physis für 90 Minuten."

...seine Planung für die Zukunft:

"Wir haben nach der WM festgestellt, dass unsere Spielweise hervorragend geklappt hat. Damit sind wir Weltmeister geworden. Man muss sich nach so einem großen Erfolg aber auch verändern, um auch erfolgreich zu bleiben. Wir wollen neue Impulse setzen und vielleicht mal ein neues System wie ein 3-5-2 ausprobieren."

... über einen Spannungsabfall nach der WM:

"Die Emotionalität und die Intensität bei einem Turnier ist enorm. Dass man danach etwas abfällt, ist normal. Aber nun müssen wir wieder in den Alltag kommen. Die meisten Spieler sind noch jung und wollen mehr Titel gewinnen. Spieler wie Mario Götze und Jerome Boateng, die brennen"

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