Löw vermisst beim Erfolg über Gibraltar das nötige Tempo. Neuer schiebt das Ergebnis auf die Mannschaftsbus-Taktik beim Gegner.

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Das erwartete Torfestival blieb aus: Weltmeister Deutschland hat sich mit einer weiteren Enttäuschung von den eigenen Fans aus dem WM-Jahr verabschiedet.

Im letzten Heimspiel des Jahres kam die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw gegen den Fußballzwerg Gibraltar zu einem glanzlosen 4:0 (3:0)-Pflichtsieg, machte damit aber nach den schwachen Auftritten im Oktober in der EM-Qualifikation in der Gruppe D Boden gut (DATENCENTER: EM-Qualifikation).

Die Münchner Thomas Müller (12. und 29.) und Mario Götze (38.) sowie Yogan Santos, der ins eigene Netz traf (67.), erzielten vor 43.520 Zuschauern im ausverkauften Nürnberger Stadion die Tore für die DFB-Elf (Bericht).

SPORT1 hat die Stimmen zum Spiel von "RTL" zusammengefasst:

Joachim Löw (Bundestrainer): "Ich bin alles andere als zufrieden. Die Mannschaft hat die Erwartungen nicht in dem Maße erfüllt, wie wir uns das gewünscht haben. Wir wollen spielen wie ein Weltmeister, da sind vier Tore zu wenig. Irgendwie standen die meist mit zehn Mann um den eigenen Strafraum. Da muss man auf engstem Raum richtig Tempo machen. Das ist uns nicht gelungen. Von den Spielern, die sich aufdrängen wollten, habe ich auch wenig gesehen."

Manuel Neuer: "Wir wollen immer das Beste geben, aber es ist schwer, wenn da hinten ein Mannschaftsbus drinsteht. Das ist nicht so einfach. Wichtig war, dass wir in der ersten Halbzeit das eine oder andere Tor gemacht haben."

Mario Götze: "Wir hätten uns ein höheres Ergebnis gewünscht, aber so tief wie Gibraltar stand, war das nicht einfach. Wir hätten mehr Tore machen und zwingender spielen müssen, das müssen wir uns ankreiden."

Toni Kroos: "Wir hätten einen Tick schneller machen müssen. Wir hatten unglaublich viele Flanken, es war aber immer ein Bein dazwischen von Gibraltar. 4:0 - mein Gott, das nehmen wir mit."

Shkodran Mustafi: "Bei der Qualifikation für die Europameisterschaft ist es nie einfach, es gab keine Räume. Wir haben versucht, über die Außen zu kommen. Sie haben es gut gemacht."

Karim Bellarabi: "Wir hätten schon mehr Tore machen müssen, wir hatten genug Chancen."

Allen Bula (Nationaltrainer Gibraltar): "Ich bin sehr, sehr stolz, wie sich das kleine Gibraltar, der kleinste UEFA-Staat, gegen den Weltmeister gewehrt hat. Wir haben einigen den Mund gestopft, die behaupten, dass wir nicht verdient haben, hier mitzuspielen. Und jetzt kehren wir wieder zurück in unser normales Leben."

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