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Joachim Löw und Jürgen Klinsmann während der WM in Brasilien
Joachim Löw und Jürgen Klinsmann während der WM in Brasilien © getty

Für Jürgen Klinsmann ist Joachim Löw zwangsläufig der Welt-Trainer des Jahres 2014.

"Er hat Deutschland Stück für Stück über acht Jahre weiterentwickelt und verdient absolut für diese langfristige Arbeit diese Auszeichnung. Es gibt keinen größeren Erfolg als die Weltmeisterschaft!", sagte der Vorgänger von Löw als Bundestrainer "Fifa.com".

Seinen früheren Assistenten (2004 bis 2006) lobte Klinsmann in den höchsten Tönen.

"Jogi ist ein zielstrebiger und geradliniger Trainer, der auch das Detail immer im Blick hat. Er kommuniziert mit viel Ehrlichkeit und Offenheit, und behandelt dabei alle mit viel Respekt", sagte der aktuelle US-Coach über Löw, der im vergangenen Sommer mit der deutschen Nationalmannschaft bei der WM-Endrunde in Brasilien den Titel gewonnen hatte.

Bei der Wahl zum Trainer des Jahres, deren Ergebnis am kommenden Montag bei der FIFA-Gala Ballon d'Or 2014 in Zürich bekannt gegeben wird, konkurriert Löw mit Carlo Ancelotti von Champions-League-Sieger Real Madrid und Diego Simeone vom spanischen Meister und Champions-League-Finalisten Atletico Madrid.

Für Klinsmann (50) führt trotz der starken Konkurrenz aber kein Weg an Löw (54) vorbei.

"Jeder Mensch entwickelt sich weiter über die Jahre, sei es im Beruf oder auch im Privatleben. Er ist zu einer Trainerpersönlichkeit gereift und hat auch die nötige Härte entwickelt, gewisse Dinge durchzuboxen. Einfach wundervoll, dies aus der Distanz zu beobachten", sagte der Weltmeister von 1990 und fügte an: "Das Besondere an ihm? Seine Besonnenheit, Ehrlichkeit und - wenn es kritisch wird - seine badische Lockerheit. Er ist ein sehr akribischer Trainer, wobei er allerdings nie das Gesamtbild aus den Augen verliert."

Auch Weltmeister Toni Kroos von Real Madrid glaubt an seinen Nationalcoach.

"Er ist Weltmeister geworden, daher denke ich, dass er gute Chancen hat", sagte der frühere Münchner, der Löw als Vater des Erfolges bezeichnete: "Seitdem er Bundestrainer ist, hat er die Mannschaft immer weitergebracht. Wir spielen einen sehr, sehr guten Fußball. Man erkennt seine Handschrift, er will Fußball spielen lassen, das hat man auch beim WM-Turnier gesehen."

Ähnlich sieht es auch Weltmeister-Kollege Shkodran Mustafi vom FC Valencia: "Wer eine WM gewinnt, hat diese Auszeichnung verdient. Er wurde viel kritisiert für seine Nominierungen und seine Art. Er nehme zu viele neue, junge Spieler mit nach Brasilien, die keine Erfahrung hätten. Davon hat er sich nicht blenden lassen. Er hat sein Ding durchgezogen und wusste genau, was er machen will. Und das hat uns auch den WM-Titel gebracht."

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