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München - Die DFB-Elf atmet nach dem Sieg in Georgien durch. Mehr als über den kleinen Abfall im zweiten Abschnitt ärgert sich der Bundestrainer über Unterbrechungen durch Flitzer. Stimmen.

Der Pflichtsieg ist gelungen. Die deutsche Nationalmannschaft gewann das Gruppenspiel in der EM-Qualifikation in Georgien mit 2:0 (2:0) und zeigte dabei auch eine verbesserte Vorstellung. Die Treffer erzielten Marco Reus (39.) und Thomas Müller (44.) (DATENCENTER: Tabelle Gruppe D).

Joachim Löw war zwar nur bedingt zufrieden, regte sich aber viel mehr über Unterbrechungen durch insgesamt fünf Flitzer auf, die während der Partie auf den Platz stürmten. "Das nimmt man als Trainer störend wahr, einfach nur störend", sagte der DFB-Coach in der Pressekonferenz.

"Das passiert immer mal, aber es waren zu viele. Es stört auch die Spieler und ist manchmal nicht ganz ungefährlich. Das wünscht man sich normalerweise nicht."

SPORT1 fasst weitere Stimmen von RTL zusammen.

Joachim Löw (Bundestrainer Deutschland): "Der Ernst der Lage war ja nicht zu übersehen, wenn man vor dem Spiel auf die Tabelle geschaut hat. Wir mussten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Mit der ersten Hälfte bin ich zufrieden, das hatten wir ein paar gute Kombinationen mit Zielrichtung Tor. Nach der Pause haben wir das Spiel dann zu sehr verwaltet, den Zug zum Tor verloren. Dabei haben wir auch wieder die eine oder andere Chance liegengelassen. Was mir gefehlt hat, ist, dass wir das dritte oder vierte Tor machen."

Mats Hummels (Deutschland): "Ich kann dem Flitzertum gar nichts abgewinnen und empfinde es als extrem störend. Ich kann nicht nachvollziehen, wenn da jemand sein Trikot hergibt oder denjenigen umarmt, das motiviert die Leute nur. Am besten bestraft man sie mit Nicht-Achtung."

Bastian Schweinsteiger (Kapitän Deutschland): Wir haben zu Null gespielt, das war gut. Aber gegen eine Mannschaft, die sehr tief steht, ist es schwierig, die Räume zu finden. Wir haben vorne den einen oder anderen einfachen Fehler gemacht, aber im Grunde ist es okay, dass wir 2:0 gewonnen haben. Es war das Wichtigste, dass wir gegen eine leidenschaftliche Mannschaft aus Georgien die drei Punkte geholt haben.

(zu seiner Gelben Karte nach einer Rauferei mit Jaba Kankava:) Ich will bei der Standardsituation nur in die Offensive gehen, aber er hält mich und hält mich und hält mich. Zum Schluss kommt er auf mich zu und will mir eine Kopfnuss verpassen. Der Schiedsrichter (Clement Turpin, Anm. d. Red.) steht da, und wir kriegen beide Gelb. Ich verstehe es nicht. Da steht auch ein weiterer Schiedsrichter direkt an der Linie, er muss das eigentlich sehen.

(zu den Flitzern:) Das ist nicht so gut für alle. Man weiß ja nicht, was in den Köpfen der Leute vorgeht oder was sie vorhaben. In der Regel passiert nichts. Aber wir hatten das ja mal bei Franck Ribery in Hamburg. Das kann auch anders ausgehen."

Toni Kroos (Deutschland): "Ich glaube, dass wir nicht zu viel zugelassen haben. So richtig schwer war es nicht, nur ganz vorne drin haben wir uns teilweise etwas schwer getan. Wir waren manchmal ein bisschen hektisch und dann wurde alles zu eng. Wir haben es da zu kompliziert gemacht. So sind uns viele Chancen flöten gegangen."

Manuel Neuer (Deutschland): "Es ist immer unser Ziel, dass wir in der Defensive gut stehen. Das haben wir geschafft. Klar ist Georgien nicht der Maßstab, aber wir hatten etwas wettzumachen aufgrund der letzten Spiele, weil wir nicht so gut in die Qualifikation gestartet sind."

Thomas Müller (Deutschland): "Der Schlüssel war, dass wir immer wieder flach hinter die Mittelfeld-Reihe gespielt haben und uns dann drehen. Natürlich erwartet uns dann immer noch eine Fünferkette. Es war nicht ganz so leicht, die letzten Pässe zu spielen. Da haben wir zu viele Bälle verloren. Gerade in der zweiten Halbzeit hätten wir es uns leichter machen können. Die Spielanlage war aber ganz gut, auch wenn es manchmal ein bisschen eng wurde. Es ist aber schon genug noch Luft nach oben da."

Kachaber Tschadadse (Nationaltrainer Georgien): "Ich gratuliere Deutschland zum verdienten Sieg. Unser Hauptproblem war, den Ball zu behalten, wenn wir ihn erobert hatten. Aber unsere Fußballer haben großes Potenzial. Wir müssen es nur schaffen, es abzurufen. Die Spieler müssen an sich glauben. Positiv war die zweite Halbzeit, aber wir müssen noch viel arbeiten, vor allem am Selbstvertrauen."

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