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DFB Headquarter - General Views
Auch das Hauptquartier des DFB steht in Frankfurt © Getty Images

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) kann beim geplanten, aber noch strittigen Bau der DFB-Akademie in Frankfurt/Main offenbar mit der Unterstützung der Bürger rechnen.

Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa "finden exakt 79 Prozent der 1002 befragten Wahlberechtigen die Idee einer Akademie sehr gut oder gut", teilte der DFB am Mittwoch mit.

In den betroffenen Stadtteilen Niederrad und Sachsenhausen, seien es 83 Prozent.

Am 21. Juni stimmen die Frankfurter Einwohner per Bürgerentscheid über das Millionen-Projekt ab. Widerstand kommt von der Initiative "Pro Rennbahn", die gegen den Bau der Akademie und für den Erhalt der Rennbahn auf dem geplanten Gelände eintritt.

Um das Projekt doch noch zu kippen, muss beim Entscheid allerdings nicht nur die Mehrheit für die Erhaltung der Rennbahn stimmen, es müssen zudem auch mindestens 25 Prozent der Wahlberechtigten teilnehmen.

"Der DFB fühlt sich in Frankfurt zu Hause", sagte DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock: "Umso mehr freuen wir uns, dass ein so großer Teil der Bevölkerung die Idee einer Akademie grundsätzlich gut findet und zudem ein positives Bild von unserem Verband hat. Wir werden bis zum Bürgerentscheid durch eine sachliche und transparente Informationspolitik die vielen guten Argumente für eine Akademie darlegen."

In der Umfrage gaben 83 Prozent an, eine gute bis neutrale Meinung vom DFB zu haben.

Im "Wahlkampf" um die Gunst der Bürger wolle der DFB "nicht effekthascherisch im großen Stil plakatieren, sondern jeden Interessierten seriös über unsere Pläne informieren", sagte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker.

Dafür seien weitere Maßnahmen wie Bürgermessen, Informationsabende und Podiumsdiskussionen geplant.

Der DFB und die Stadt Frankfurt/Main hatten den Weg für den Bau im November 2014 frei gemacht. Der Verband hatte damals das von der Stadt angebotene Gelände erworben. Es wurde ein Erbbauvertrag mit einer Laufzeit von 99 Jahren unterzeichnet. Der kapitalisierte Erbbauzins für das 15 Hektar große Areal beträgt 6,835 Millionen Euro. Die Zahlung wird mit der Übergabe des Geländes an den DFB am 1. Januar 2016 fällig.

Im kommenden Jahr soll der Bau beginnen, Ende 2018 der Umzug erfolgen.

Bei den Baukosten rechnet der DFB mit Zuschüssen des Weltverbandes FIFA sowie der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Höhe von 7,6 Millionen Euro.

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