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DFB Academy Citizen Fair
Der DFB erhielt beim Bürgerentscheid grünes Licht für den Bau der geplanten Akademie © Getty Images

Der Weg für den Bau der DFB-Akademie ist eigentlich frei - doch die Rennbahn-Befürworter drohen dem Verband mit weiteren Hürden.

Trotz des formal gescheiterten Bürgerentscheids von Frankfurt wollen die Turf-Freunde nicht klein beigeben und kündigten rechtliche Schritte an.

Es werde jetzt "eine juristische Auseinandersetzung" um den Erhalt der Rennbahn geben, sagte Manfred Louven, der Präsident des Rennklubs Frankfurt, der Frankfurter Rundschau. Der frühere Mitbesitzer der Anlage, Manfred Hellwig, will offenbar die Übertragung seines 49-prozentigen Anteils an die Stadt rückgängig machen.

Frankfurts Sportdezernent Markus Frank bleibt trotzdem gelassen. "Um so einen Vertrag rückgängig zu machen, braucht man gute juristische Gründe", meinte Frank und fügte an: "Ich bin zuversichtlich, dass das nicht gemacht wird. Das Rennen ist zu Ende, jetzt muss Ruhe einkehren."

Auch beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) glaubt Präsident Wolfgang Niersbach nicht an eine Schlammschlacht vor den Frankfurter Gerichten. Er gehe davon aus, dass die Rennbahn-Befürworter "die klare Entscheidung der Bürger" respektierten. "So wie wir es im umgekehrten Fall auch getan hätten", erklärte Niersbach.

Die Gegner des DFB-Bauprojekts scheiterten am Sonntag mit ihrem Bürgerbegehren. Für den Erhalt den vorläufigen Erhalt der Rennbahn sowie der angeschlossenen Neun-Loch-Golfanlage hätte es 124.389 Stimmen (mindestens 25 Prozent) gebraucht - erreicht wurde mit 62.900 Stimmen rund die Hälfte. Dagegen votierten 40.196 Personen. Die Wahlbeteiligung lag bei 20,9 Prozent. 497.600 Menschen waren wahlberechtigt.

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