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Martin Odegaard ist der Star der norwegischen Mannschaft © Getty Images

München - Deutschland trifft auf dem Weg zur WM 2018 auf Tschechien, Nordirland, Norwegen, Aserbaidschan und San Marino. Die Qualifikationsgegner im Kurzporträt.

TSCHECHIEN

Weltranglisten-Position: 20. - Trainer: Pavel Vrba (seit 1. Januar 2014). - Star: Petr Cech (FC Arsenal). - Statistik aus deutscher Sicht (seit 1994): 6 Spiele, 4 Siege, 0 Unentschieden, 2 Niederlagen - Größte Erfolge: EM-Finale 1996 (1:2 nach Golden Goal gegen Deutschland). - WM-Teilnahmen: 1 (2006 in Deutschland). - Bundesliga-Spieler: Theodor Gebre Selassie (Werder Bremen), Vladimir Darida (Hertha BSC), Vaclav Kadlec (Eintracht Frankfurt)

Der Star der Tschechen steht im Tor: Petr Cech (33) ist Routinier und Rückhalt des Teams und trifft in der EM-Quali auf seinen neuen Arsenal-Klubkollegen Mesut Özil. Die Hochphase des tschechischen Fußballs ist vorbei: Für die beiden letzten Weltmeisterschaften waren die Tschechen nicht qualifiziert. In der Qualifikation zur EM 2016 belegen die Tschechen derzeit Rang zwei der Gruppe A - hinter Island, aber vor den Niederlanden.

NORDIRLAND

Weltranglisten-Position: 37. - Trainer: Michael O'Neill (seit 28. Dezember 2011) - Star: Patrick McNair (Manchester United). - Statistik aus deutscher Sicht: 14 Spiele, 8 Siege, 4 Unentschieden, 2 Niederlagen. - Größte Erfolge: WM-Viertelfinale 1958. - WM-Teilnahmen: 3 (1958, 1982, 1986). - Bundesliga-Spieler: keine

Vor 30 Jahren war Nordirland zuletzt bei einer Weltmeisterschaft dabei und scheiterte 1986 in Mexiko in der Vorrunde. In der EM-Qualifikation sorgt das Team von Michael O'Neill aber für Furore und ist als Zweiter der Gruppe F hinter Rumänien auf dem besten Wege zur Endrunden-Teilnahme - es wäre die erste der Verbands-Geschichte.

NORWEGEN

Weltranglisten-Position: 67. - Trainer: Per-Mathias Högmo (seit 27. September 2013). - Star: Martin Ödegaard (Real Madrid). - Statistik aus deutscher Sicht: 20 Spiele, 13 Siege, 5 Unentschieden, 2 Niederlagen. - Größte Erfolge: WM-Achtelfinale 1938 und 1998. - WM-Teilnahmen: 3 (1938, 1994, 1998). - Bundesliga-Spieler: Rune Jarstein, Per Skjelbred (beide Hertha BSC), Even Hovland (1. FC Nürnberg)

In den 90er Jahren hatte der norwegische Fußball um Stürmerstar John Carew eine Hochphase, war zweimal in Folge bei einer WM dabei. Nun fehlen den Skandinaviern die großen Namen. Prominentester Schützling von Trainer Per-Mathias Högmo ist Martin Ödegaard, der bei Real Madrid unter Vertrag steht und von zahlreichen europäischen Topklubs gejagt wurde. Bei den letzten vier Weltmeisterschafts-Endrunden fehlten die Nordeuropäer aber und auch eine EM haben sie seit 2000 nicht mehr erreicht. Auf die erste Endrunden-Teilnahme seit 16 Jahren im kommenden Sommer dürfen sie als Dritter der Gruppe H hinter Kroatien und Italien aber zumindest noch hoffen.

ASERBAISCHAN

Weltranglisten-Position: 108. - Trainer: Robert Prosinecki (seit 3. Dezember 2014) - Star: Prosinecki. - Statistik aus deutscher Sicht: 4 Spiele, 4 Siege. - Größte Erfolge: keine. - WM-Teilnahmen: keine. - Bundesliga-Spieler: Dimitri Nazarov (Karlsruher SC)

An einer WM oder EM hat Aserbaidschan noch nie teilgenommen. Doch mit erfahrenen Trainern will der Verband daran auf Sicht etwas ändern. Von 2008 bis Oktober 2014 war der frühere Bundestrainer Berti Vogts für das Nationalteam zuständig, seit Dezember ist es der ehemalige kroatische Mittelfeld-Star Robert Prosinecki - der in Schwenningen am Neckar geboren ist. In der EM-Quali schlagen sich die Aserbaidschaner trotz erst vier Punkten beachtlich, in Italien verloren sie nur 1:2. Auf Deutschland trafen sie bereits in zwei der letzten drei Ausscheidungen: In der für die WM 2010 verloren sie 0:2 und 0:4, in der für die EM 2012 1:6 und 1:3.

SAN MARINO

Weltranglisten-Position: 192. - Trainer: Pierangelo Manzaroli (seit 15. Februar 2014). Star: keiner. Statistik aus deutscher Sicht: 2 Spiele, 2 Siege. - Größte Erfolge: keine. - WM-Teilnahmen: keine. - Bundesliga-Spieler: keine

Als 192. der Weltrangliste ist San Marino nominell das zweitschlechteste Team Europas vor Andorra (202.). Auf Deutschland traf das Team aus der 30.000-Mann-Enklave in der Qualifikation zur EM 2008: Der spätere Vize-Europameister gewann in Nürnberg 6:0, in Serravalle gar 13:0. Es ist bis heute der höchste Sieg in der Amtszeit von Bundestrainer Joachim Löw.

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