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General Views of Volgograd - Media Tour ahead of FIFA World Cup Russia 2018 Preliminary Draw
Ein Denkmal in Wolgograd erinnert an die Schlacht im Zweiten Weltkrieg © Getty Images

Die WM-Gastgeberstadt Wolgograd wünscht sich möglichst bald ein "Spiel des Friedens" gegen die deutschen Weltmeister.

"Wir wären glücklich, eine solche Partie hier zu haben", sagte Andrej Botscharow, Gouverneur der Region um das frühere Stalingrad. Dort fand während des 2. Weltkriegs eine der blutigsten Schlachten statt, bei der Hunderttausende Soldaten ihr Leben verloren.

Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wäre auch ein attraktiver Gegner zur Einweihung des neuen Stadions.

Die "Victory Arena" am Ufer der Wolga soll am 30. Dezember 2017 fertiggestellt werden.

Die Partie "könnte natürlich auch während der WM stattfinden - wenn es die Auslosung ergibt, es wäre in jedem Fall ein Spiel des Friedens", sagte Botscharow: "Aber wenn es das Eröffnungsspiel des Stadions wäre, wäre das sehr interessant."

Die Endrunde in Russland wird vom 14. Juni bis zum 15. Juli 2018 gespielt.

Der DFB reagierte zurückhaltend auf den Vorschlag aus Russland. "In die konkreten Länderspiel-Planungen für das Jahr vor der WM in Russland sind wir noch gar nicht eingestiegen", sagte Generalsekretär Helmut Sandrock: "Vielleicht aber kommt es ja bereits beim Confed Cup zu dieser interessanten Konstellation."

Im Mai hatte Außenminister Frank-Walter Steinmeier die russische Stadt besucht und den Opfern der Kämpfe im Winter 1942/43 gedacht.

"Russen, Deutsche und alle Völker Europas verbindet ein gemeinsames 'nie wieder' und eine gemeinsame Verantwortung für den Frieden", schrieb der SPD-Politiker ins Gästebuch an der Gedenkstätte auf dem Mamajew-Hügel und bat während einer Pressekonferenz um Vergebung für die Gräueltaten der deutschen Armee. 

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