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Reinhard Rauball ist Präsident der Deutschen Fußball Liga
Reinhard Rauball ist Präsident der Deutschen Fußball Liga © getty

Liga-Boss Reinhard Rauball würdigt die Verdienste des verstorbenen DFB-Ehrenpräsidenten. Auch FIFA-Chef Joseph S. Blatter bekundet sein Beileid. Die Reaktionen.

Laut Liga-Präsident Reinhard Rauball hat der deutsche Fußball durch den Tod von Gerhard Mayer-Vorfelder "eine seiner bedeutendsten Persönlichkeiten verloren".

Der DFB-Ehrenpräsident war am Montag in einem Stuttgarter Krankenhaus im Alter von 82 Jahren verstorben.

"Vor allem durch sein Wirken für den Profifußball hat er Maßstäbe gesetzt. Für den damals noch beim Deutschen Fußball-Bund angesiedelten Profifußball war Gerhard Mayer-Vorfelder als Ligaausschuss-Vorsitzender zwischen 1986 und 2000 ein großartiger Impulsgeber und Motor auf dem Weg in die Eigenständigkeit der Bundesliga und der 2. Bundesliga durch die Gründung des Ligaverbandes vor 15 Jahren", betonte Rauball in einer Stellungnahme der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Als DFB-Präsident habe sich Mayer-Vorfelder zwischen 2001 und 2006 gleichermaßen für den Amateurfußball und die "kleinen" Klubs eingesetzt "und sich insbesondere durch seinen Einsatz für die Nachwuchsförderung außerordentliche Verdienste erworben".

Die Nachhaltigkeit dieser Maßnahmen, so Rauball, "zu denen auch die verbindliche Einführung der Nachwuchsleistungszentren für die Profiklubs gehört, wurde vor allem auch durch den Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien deutlich".

Der 68-Jährige weiter: "Persönlich habe ich Gerhard Mayer-Vorfelder für seine vielfältige Arbeit für den Fußball überaus geschätzt. Vor allem habe ich ihn aber auch als einen Menschen kennengelernt, der bei seinen Kollegen und Mitarbeitern in nationalen wie internationalen Verbänden sowie in den Klubs nicht zuletzt aufgrund seiner hohen sozialen Kompetenz sehr angesehen war."

Weitere Reaktionen zum Tod Mayer-Vorfelders:

Joachim Löw (Bundestrainer): "Mich stimmt die Nachricht vom Tod von Gerhard Mayer-Vorfelder sehr traurig und meine Gedanken sind bei seiner Frau Margit und seiner Familie. Er war eine starke Persönlichkeit mit einer riesigen Fußballkompetenz, mit ihm konnte man wunderbar über Fußball diskutieren, auch kontrovers. Für ihn standen neben dem Erfolg die Belange der Aktiven stets im Mittelpunkt, für uns hatte er immer ein offenes Ohr, sein Blick ging über den Tellerrand hinaus. Ich bin ihm für vieles sehr dankbar."

Joseph S. Blatter (FIFA-Präsident via Twitter): "FIFA-Ehrenmitglied Gerhard Mayer-Vorfelder, ein ganz Großer, hat uns verlassen. Dein Lebenswerk bleibt in Erinnerung."

Wolfgang Niersbach (DFB-Präsident): "Mit Gerhard Mayer-Vorfelder geht eine prägende Figur des deutschen Fußballs. Ich habe ihn in all den Jahren immer als gradlinigen, entschlossenen und kompetenten Menschen kennen gelernt, der sich mit viel Engagement für den Sport eingesetzt hat und dabei immer die Bedürfnisse der Spieler im Blick hatte."

Bernd Wahler (Präsident VfB Stuttgart): "Der Tod unseres Ehrenpräsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder ist ein großer Verlust für die VfB-Familie. Mit ihm verlieren wir eine der prägendsten Persönlichkeiten der Vereinsgeschichte und des deutschen Fußballs. Der VfB hat Gerhard Mayer-Vorfelder sehr viel zu verdanken. Er war ein weitsichtiger Vordenker, der sich mit Herzblut für die Interessen seines VfB und des gesamten Fußballs eingesetzt hat."

Horst Eckel (Weltmeister von 1954 via Twitter): "Ruhe in Frieden, lieber Gerhard. Allen Angehörigen ein herzliches Beileid von mir und meiner ganzen Familie!"

Theo Zwanziger (Ex-DFB-Präsident in der Rheinischen Post): "Ich habe ihn immer sehr geschätzt und sehr gerne mit ihm zusammengearbeitet. Er war sicherlich in erster Linie ein Mann der Profis, der aber auch einen Blick für die Sorgen der Amateure hatte. Seine größte Leistung war gewiss die totale Veränderung der Nachwuchsförderung ab 2002 in Deutschland. Der Ausbau der Leistungszentren ist sein Verdienst - und damit ist er für mich der eigentliche Vater des WM-Erfolgs 2014. Ohne diese Maßnahmen hätten wir Spieler wie Mesut Özil, Mario Götze und Mats Hummels überhaupt nicht gefunden."

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern via Twitter): "Im Namen des FC Bayern möchte ich seiner Frau Margit und seiner Familie mein Beileid aussprechen."

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