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Bundestrainer Joachim Löw bemängelt vor dem Quali-Endspiel gegen Georgien die Chancenauswertung des Nationalteams - und fordert die Spieler zu einem Umdenken auf.

Bundestrainer Joachim Löw hat angesichts der mangelnden Effizienz der deutschen Weltmeister beim Torabschluss Alarm geschlagen.

"Wir sind im Moment nicht so tödlich für den Gegner, wie wir das schon waren", sagte Löw vor dem abschließenden EM-Qualifikationsspiel am Sonntag in Leipzig gegen Georgien: "Die Spieler müssen begreifen, dass eine Chance vielleicht die allerletzte im Spiel ist."

Bisweilen habe er wie beim blamablen 0:1 in Irland am vergangenen Donnerstag das Gefühl, dass seine Spieler nach verpassten Gelegenheiten denken: "Es werden ja noch weitere kommen."

Dieses Problem ziehe sich "wie ein roter Faden durch die Qualifikation", fügte Löw an und rechnete vor, dass die DFB-Elf sechs Großchancen benötige, um ein Tor zu erzielen. "Die Effizienz ist nicht die wie bei der WM", monierte er.

An der Spielweise habe er jedoch "keinen Zweifel, das ist der absolut richtige Weg, da gibt es keine grundlegenden Veränderungen".

Einer Umstellung auf ein System mit einem "echten" Mittelstürmer erteilte Löw eine klare Absage.

"Wenn wir jetzt mit hohen Bällen beginnen, machen wir einen Fehler, dann haben wir keine Chance. Es ist viel besser, man spielt flach. Mit der Brechstange kommt man heute nicht mehr zum Erfolg", sagte er, und betonte: "Die Spieler bei uns müssen Qualität im Kombinationsspiel haben. Von diesem Weg gibt es kein Abkommen."

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