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Deutschlands Torhüter Marc-Andre ter Stegen und Manuel Neuer
Deutschlands Torhüter Marc-Andre ter Stegen und Manuel Neuer © Getty Images

Im DFB-Team läuft der Kampf um die Nummer zwei. Bei einem Anwärter sieht Jens Lehmann sogar Vorteile gegenüber Manuel Neuer - und kann sich eine Revolution vorstellen.

Gute Torhüter hatte Fußball-Deutschland bekanntlich schon immer. Und doch ist etwas neu in der Spielzeit 2015/16: Wohl nie zuvor standen so viele starke Keeper gleichzeitig im Rampenlicht. Und alle haben dasselbe Ziel: die Nummer eins im DFB-Team zu werden. 

Es sind einige Kandidaten, die sich als Nachfolger von Manuel Neuer in Stellung zu bringen versuchen.

Marc-Andre ter Stegen (23/Barcelona) hat dabei in Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann einen prominenten Fürsprecher auf seiner Seite. 

Im Interview mit der österreichischen Zeitung Der Standard schätzt Lehmann die Spielweisen Neuers und ter Stegens ein. Sein Urteil: "Ter Stegen (...) ist fußballerisch vielleicht sogar noch einen Tick besser."

Lob vom Ex-Torwart

Das Lob von Lehmann zeigt, dass der Champions-League-Sieger gute Aussichten hat, sich nicht nur als Nummer zwei im Konkurrenzkampf mit Ron-Robert Zieler, Bernd Leno oder Kevin Trapp durchzusetzen - und vielleicht sogar Neuer mittelfristig den Rang streitig zu machen.

Ter Stegen spielte in der vergangenen Spielzeit in der Königsklasse groß auf. Und in dieser Saison darf der 23-Jährige nach dem Ausfall von Konkurrent Claudio Bravo auch in der Liga das Barca-Tor hüten. Der erste Schritt zu einer Wachablösung im deutschen Tor?

"Habe früher auch so gespielt"

Eine Revolution im Torwartspiel sieht Lehmann aktuell aber nicht. 

Angesprochen auf die moderne Spielweise von Neuer sagte der WM-Dritte von 2006: "Na ja, ich habe seit 20 Jahren so gespielt, und er hat früher bei Schalke auch schon so gespielt."

Künftig mit Feldspieler im Tor?

Gut möglich aber, dass es irgendwann in ferner Zukunft tatsächlich mal einen Nationaltorwart gibt, der so gar nicht vom Schlage Lehmanns ist. Einen Feldspieler etwa.

Dieses Gedankenspiel von der Taktik-Revolution stammt von Lehmann selbst. Dem Standard sagte er:

"Es kann sogar sein, dass wir irgendwann Feldspieler sehen, die gut im Tor sind und ab und zu dort spielen. Wozu brauche ich einen Tormann, wenn ich 0:1 hinten liege und permanent anrenne? Dann wechsle ich doch lieber einen Feldspieler ein und ziehe ihm ein Tormanntrikot über."

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