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Meinung von Thorsten Mesch zum DFB-Team in Irland
SPORT1-Reporter Thorsten Mesch zum Auftritt des DFB-Teams in Irland © SPORT1-Grafik: Gabriel Fehlandt/Getty Images

Nach der Niederlage in Irland muss das DFB-Team gegen Georgien noch unnötig zittern. Das hat es sich selbst zuzuschreiben - und es sollte daraus lernen.

Ein Punkt in Irland hätte der deutschen Nationalmannschaft zur vorzeitigen Qualifikation für die Europameisterschaft gereicht. Drei Punkte wollten Joachim Löw und seine Spieler aus Dublin mitnehmen, so hatten sie es zumindest angekündigt.

Dass sie am Freitagmittag ganz ohne etwas Zählbares aus Dublin nach Leipzig fliegen mussten, hatten sie sich selbst zuzuschreiben.

Zwar kontrollierte der Weltmeister die Partie über weite Strecken, kam aber nur zu wenigen zwingenden Möglichkeiten. Die Chancenverwertung war, wieder einmal, unterirdisch. Im Offensivspiel fehlte Tempo, im Abschluss Entschlossenheit.

Die Iren nutzten ihre einzige echte Torchance nach einem Anfängerfehler in der Abwehr.

Die Boys in Green zeigten, dass Schönspielerei im Fußball nicht reicht. Sie warfen sich in die Zweikämpfe und fighteten um jeden Meter Raum, die Deutschen wurden für ihr pomadiges Auftreten bestraft. Man kann auch sagen: für Überheblichkeit und Arroganz.

Nach dem guten Spiel gegen Polen und dem nicht überzeugenden, aber enorm wichtigen Sieg in Schottland hatten sich einige wohl gedacht, man könne gegen die Iren überhaupt nicht verlieren und sich mit angezogener Handbremse durchwurschteln.

"I just can't get enough" dröhnte in Dublin nach dem Sieg der Iren durch die Stadion-Lautsprecher.

Die Deutschen ließen genau diesen Siegeshunger vermissen. Am Sonntag gegen Georgien geht es aber nur mit einer hundertprozentigen Einstellung. Sonst wird die ohnehin von Strauchlern und Patzern geprägte EM-Qualifikation zu einer echten Zitterpartie.

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