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Mittlerweile ist Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff eine Institution beim DFB. Jetzt erzählt er aber von einem harten internen Machtkampf.

Oliver Bierhoff hat es Bundestrainer Joachim Löw zu verdanken, dass er seinen Job beim DFB noch hat.

"2010 wurde Jogi und dem Trainerstab unabhängig von mir ein Vertragsangebot vorgelegt und versucht, uns zu trennen", sagte der Manager der Nationalmannschaft in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. "Da haben Jogi, Hansi (Flick) und Andy (Köpke) sich klar zu mir bekannt, sich auf meine Seite gestellt und dieses verlockende Angebot abgelehnt."

Der damalige DFB-Präsident Theo Zwanziger wollte Bierhoff offenbar loswerden und verkündete eigenmächtig eine Einigung mit Löw – die es damals noch gar nicht gab.

Stattdessen setzten sich Löw und sein Trainerteam dafür ein, dass Bierhoff weiterhin dazugehören sollte. Heißt: Löw gibt es für den DFB nur in Kombination mit dem ehemaligen Weltklasse-Stürmer.

"Das rechne ich ihnen immer noch hoch an. In so einem schwierigen Moment, in dem es vielleicht einfach gewesen wäre, nur an sich zu denken, haben sie das Team höher gestellt als sich selbst", sagte Bierhoff.

Seit nunmehr über elf Jahren arbeitet Bierhoff beim DFB in einer extra für ihn geschaffenen Rolle. Sein Vertrag läuft bis 2020.

"Die Frage, wie lange ich diesen Job machen möchte, habe ich mir alle zwei Jahre gestellt. Bei der letzten Vertragsverlängerung kam nun noch die DFB-Akademie dazu, ebenfalls ein unglaublich emotionales Vorhaben, ein Leuchtturmprojekt für den DFB, von dem ich voll überzeugt bin und das mir ebenfalls sehr am Herzen liegt", sagte Bierhoff.

Ewig will er den Job aber nicht mehr machen: "Trotzdem gehe ich davon aus, dass meine Aufgabe beim DFB endlich ist. Ich habe immer nur in gewissen Zeiträumen gedacht, auch schon als Spieler. Mein Zeithorizont reicht im Moment bis zur WM 2018 und der Fertigstellung der Akademie."

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