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München - Vor dem, Hit gegen Italien sprechen Ersatzkapitän Sami Khedira und Assistenzcoach Thomas Schneider zu den drängendsten Fragen im DFB-Team - der LIVETICKER zum Nachlesen.

Nach der Pleite gegen England ist Deutschland gegen Italien gefordert (Di., ab 20.45 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im TICKER).

Vor dem Kracher in München beziehen Sami Khedira und Assistenzcoach Thomas Schneider während einer Pressekonferenz Stellung zu den drängendsten Fragen im DFB-Team.

Der SPORT1-Liveticker zum Nachlesen.

+++ Die PK ist beendet +++

Der Worte sind genug gewechselt - die Pressekonferenz beendet. Khedira verlässt das Podium. 

+++ Gibt es einen Testspiel-Fluch? +++

Von den sechs Testspielen nach der WM 2014 wurden vier verloren "Wir versuchen, jedes Spiel zu gewinnen", sagt Khedira dazu. Natürlich sei es nicht einfach, mit dem großen Kader und vielen Wechseln erfolgreich zu spielen. "Wir wissen auch, dass es morgen gegen Italien nicht einfacher wird. Vielleicht tun wir uns auch gegen Gegner ein wenig leichter, die uns Gegenwehr bieten."

+++ Zuspruch für Götze +++

"Er macht nicht den Eindruck, dass er zweifelt. Er ist sehr klar, er macht sich Gedanken über seine Zukunft", sagt Khedira über den bei Bayern auf dem Abstellgleis befindlichen Mario Götze, mit dem er deshalb ein langes Gespräch geführt habe. "Natürlich ist er nicht zufrieden mit seiner Rolle bei den Bayern. Aber er arbeitet sehr fokussiert und weiß, dass die EM sein Ziel ist. Ich glaube, dass er hier das Vertrauen bekommt, das einem Spieler zusteht."

+++ Warum so labil gegen England? +++

"Wir haben schon gegen England gesprochen und selbst gemerkt haben, dass die Löcher zu groß werden", sagt Khedira. "Wir haben die Bälle zu leicht verloren, haben den Zugriff nicht mehr bekommen. Wir haben kommuniziert, vor allem mit Toni, auch mit Mario (Gomez). Es auf die jungen Burschen hinten (Rüdiger und Tah) zu schieben, wäre zu einfach."

+++ In der Rolle des Gejagten +++

"Die Aufgabe wird nicht einfach (bei der EM) - alle wollen den Weltmeister schlagen", sagt Khedira. "Wir fahren aber nach Frankreich, um letztlich als Gewinner vom Platz zu gehen."

+++ Trotzreaktion angekündigt +++

"Es darf uns nicht passieren, weil es ein Länderspiel ist, das man unbedingt gewinnen will", sagt Khedira. "Wenn da zwei, drei Prozent fehlen, wird das ausgenutzt. Das gilt morgen auch: Es gibt viele Spieler, die sich unbedingt zeigen wollen - ich hoffe, dass man das morgen auf dem Platz sieht."

+++ Selbstkritisch nach England-Spiel +++

"Es ist ja nicht so, als wäre uns alles egal (die Testspiele). Wenn es 2:2 ausgegangen oder wir hätten gewonnen, dann wären die Diskussionen jetzt nicht so groß. Aber es ist trotzdem gut, dass uns ein wenig die Augen geöffnet wurden", so Khedira.

+++ Klare Worte zu Schweinsteiger +++

Auf die Frage, wie er seine Rolle als neuer Kapitän sieht, antwortet Khedira: "Für mich ist es eine Ehre, die deutsche Nationalmannschaft aufs Feld zu führen. Das ist etwas ganz Besonderes, aber ganz so wichtig ist es für mich nicht. Es wird so dargestellt, als ob Basti (Schweinsteiger) schon mit dem Fußball aufgehört hätte. Das ist nicht so. Wir haben in Manu (Neuer), Thomas (Müller) und auch Jerome (Boateng) starke Spieler, deren Worte Gewicht in der Mannschaft haben."

+++ Ritterschlag für Serie A +++

"Das Niveau der italienischen Liga ist definitiv höher, als es in der Öffentlichkeit dargestellt wird", sagt der Juve-Star. "Was definitiv stimmt, ist, dass viel Wert auf Taktik gelegt wird. Aber auch italienische Mannschaften versuchen, offensiv Akzente zu setzen. Sie haben jetzt gegen Spanien ein gutes Ergebnis erzielt. Deshalb wird unser Duell auf jeden Fall ein Topspiel."

+++ Neue Stärke bei Juve +++

"Durch meinen Wechsel nach Italien habe ich eine neue Aufgabe gefunden. Ich fühle mich fit, und rund um wohl in Italien, ich bin gereift", sagt Khedira. "Taktisch habe ich ebenfalls profititiert. Da ist ein neuer Geist."

+++ Erholung und Vorfreude +++ 

"Gestern habe ich mich kaum von der Couch runterbewegt, ich war müde vom Spiel", so Khedria. "Heute geht es mir wieder besser. Gegen Italien hat es viele tolle Spiele gegeben, deshalb freuen wir uns darauf. Wir wollen alle eine gute Leistung auf den Platz bringen.

+++ Nun kommt Khedira +++

Schneider verlässt das Podium, nun kommt Sami Khedira. Der Weltmeister betritt das Podium. 

+++ Wer gibt den Kapitän? +++ 

"Das ist nicht in Stein gemeißelt", sagt Schneider dazu, dass Khedira das Team zuletzt anstelle von Bastian Schweinsteiger aufs Feld geführt hatte. "Wir haben einige Spieler bei uns, die diese Rolle ausfüllen können." Wer gegen Italien also die Binde trägt? Schneider antwortet: "Mal schauen."

+++ Resultat keineswegs zweitrangig +++

"Klar ist das Ergebnis wichtig für uns", sagt Schneider und widerspricht damit Bundestrainer Joachim Löw, der gesagt hatte, bloß die Erkenntnisse zählten. "Wir wollen die Länderspielpause positiv abschließen."

+++ Lob für Müllers Offenheit +++

Dass Thomas Müller nach dem Spiel gegen England bekannte, in Testspielen vielleicht nicht immer 100 Prozent zu geben, will Schneider nicht überbewerten: "Das ehrt ihn sehr, dass er das so ehrlich formuliert hat. Natürlich sollte es nicht so sein, aber es ist schwer, wenn man so viele Spiele wie er in den Beinen hat."

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+++ Darum hat Tah statt Mustafi agiert +++

"Wir wissen das Leistungspotenzial von Shkodran Mustafi genau einzuschätzen", sagt Schneider. "Wir wollten Jonathan Tah mal die Gelegenheit geben, sich zu zeigen."

+++ Und was ist mit der Abwehr? +++ 

Gegen England war das ja nicht immer allzu sattelfest. Doch Schneider beruhigt:"Es ist ja klar, dass Toni Rüdiger und Jonathan Tah noch etwas Zeit brauchen. Auch ein Jerome Boateng hat nicht von Anfang an auf Weltklasse-Niveau gespielt."

+++ Heißt auch: Gomez auf der Bank +++

Wenn Götze beginnt, dann bedeutet das im Umkehrschluss: Comebacker Mario Gomez sitzt erst einmal auf der Bank.

+++ Götze in der Startelf +++

Mario Götze soll gegen Italien in der Startelf stehen. "Auf welcher Position ist ja ziemlich klar definiert", so Schneider. Damit ist also die vorderste Angriffsposition gemeint.

+++ Gibt es personelle Änderungen? +++

Schneider hält sich zunächst bedeckt: "Jetzt müssen wir erst einmal abwarten, dass die Jungs ankommen und das erste Mal wieder trainieren. Wir haben uns gegen England schwer getan, die erste Reihe zu bespielen."

+++ Viel Lob für Italien +++

"Italien hat in letzter Zeit sehr gut gespielt, sehr flexibel - sie sind sehr schwer zu bespielen", sagt Schneider weiter.

+++ Es geht los: Schneider spricht als Erster+++

"Italien ist in sehr guter Frühform", lobt der Assistenzcoach den nächsten Gegner. 

+++ Khedira fordert Steigerung +++

Schon nach dem Spiel gegen England mahnte Ersatzkapitän Khedira das deutsche Team zu mehr Konzentration und Einsatz.

"Jeder Einzelne muss sich darauf besinnen, hart zu arbeiten. Wir haben bis zum 2:0 viel richtig gemacht, danach weniger. Dann hat England uns bestraft. Wir haben aber 60 Minuten ein gutes Spiel gemacht. Das müssen wir gegen Italien und dann bei der EM besser machen", erklärte Khedira.

+++ Freund wünscht sich Lahm zurück +++

Knapp drei Monate vor der Europameisterschaft ist beim Weltmeister noch reichlich Sand im Getriebe. Der Expertenrunde im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1 hat am Sonntag vor allem der defensive Auftritt der DFB-Elf beim 2:3 gegen England Schweiß auf die Stirn getrieben.

"Die Außenpositionen sind unsere Schwachstellen, schon seit Jahren. Wir haben früher Philipp Lahm von rechts nach links gestellt, weil er nicht auf beiden Seiten spielen konnte, aber der beste mit Weltklasse-Niveau war und immer noch ist. Deshalb haben wir jetzt diese Konstellation", sagte Ex-Nationalspieler Steffen Freund.

Top-Spieler suche man auf diesen Positionen in den Reihen des DFB aber vergebens.

+++ Neuer vermisst Schweinsteiger +++

Für Manuel Neuer ist der erneute Ausfall von Kapitän Bastian Schweinsteiger ein herber Verlust für das DFB-Team.

"Es ist ärgerlich, dass er jetzt wieder ausfällt. Die Frage ist, für wie lange. Der Zeitpunkt ist natürlich alles andere als perfekt", sagte der Torhüter dem RedaktionsNetzwerk Deutschland mit Blick auf die EM in Frankreich.

Schweinsteiger hatte in der vergangenen Woche einen Innenbandriss erlitten und fällt damit für längere Zeit aus.

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+++ Italien in Topform +++

Die italienische Nationalmannschaft dürfte mit großem Selbstvertrauen in die Partie gegen Deutschland gehen - schließlich bestand die Squadra Azzurra gerade mit dem Remis (1:1) gegen Europameister Spanien einen echten Härtetest. 

Die italienische Presse überschlug sich förmlich mit Lob. "Was für ein Italien! Ausgezeichnete Signale mit Blick auf die EM", schwärmte der Corriere dello Sport. Auch Tuttosport wähnt das Team von Trainer Antonio Conte zweieinhalb Monate vor dem Turnier in Frankreich im Aufwind: "Das Team von Conte zeigt, dass es auf dem richtigen Weg ist."

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