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München - Bei Juve ist Sami Khedira eine Instanz und hat den Status eines Helden. Im DFB-Team könnte er dem Kapitän den Rang ablaufen - wenn auch unfreiwillig.

Sami Khedira erzählte von einem neuen Geist, den er bei Juventus Turin gefunden habe, als er am Ostermontag über das Testspiel des DFB-Teams gegen Italien sprach (Di., ab 20 Uhr auf SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Dann musste er ein bisschen schmunzeln, aber der Vergleich mit einem Star-Wars-Helden schien ihm gefallen zu haben.

"Er ist eine Art Jedi ohne Laser-Schwert. Die Macht fließt stark in ihm", hatte die italienische Zeitung Tuttosport im Januar über Khedira geschrieben.

"Wenn das mediale Feedback so kommt, fühlt man sich wohler und hat eine neue Motivation", sagte er auf die SPORT1-Frage, wie er mit dem Lob umgehe.

Khedira und der neue Geist

Was der neue Geist denn aber konkret sei? "In Italien werden der Fußball - und speziell meine Art und Weise zu spielen - anders wahrgenommen und anerkannt", erklärte Khedria. "Ich werde in der Mannschaft akzeptiert und im Verein so gesehen, wie ich mich auch selbst sehe."

Und natürlich auch, wie der Bundestrainer den 28-Jährigen sieht. Khedira ist einer der wichtigsten Spieler im Team von Joachim Löw.

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Als er sich Ende 2013 einen Kreuzbandriss zuzog, hielt ihm Löw einen Platz im Kader für die WM in Brasilien frei. Am Samstag beim Testspiel gegen England durfte er die Mannschaft als Vertreter des verletzten Bastian Schweinsteiger als Kapitän aufs Feld führen.

Kapitänsamt nicht entscheidend

"Es ist eine Ehre, etwas Besonderes, aber für mich persönlich nicht so wichtig, wie es momentan dargestellt wird", wies Khedira Ansprüche auf Schweinsteigers Chefrolle (noch) zurück.

Wer die Binde trage, sei ohnehin nicht entscheidend. "Wichtig ist, was intern passiert. Wir haben mit Manuel (Neuer), Jerome (Boateng), Mats (Hummels), Toni (Kroos) und Thomas (Müller) viele Spieler, deren Wort Gewicht hat."

So sei es auch bei der U21-EM im Jahr 2009 gewesen, als Khedira das Team mit fünf weiteren aktuellen Weltmeistern zum Titel führte.

Schon immer Verantwortung übernommen

Nun peilt er den EM-Triumph an und will dabei Verantwortung übernehmen. So wie er es immer gemacht hat.

In Stuttgart gehörte er schon als ganz junger Spieler zu den Leistungsträgern. Er köpfte auch im Mai 2007 das Siegtor im entscheidenden Spiel gegen Cottbus und machte den VfB zum Meister.

Nach dem Gewinn der U21-EM ersetzte Khedira bei der WM 2010 Michael Ballack und harmonierte prächtig mit Schweinsteiger. Der verletze Ex-Kapitän Ballack war schnell vergessen.

Möglicherweise wiederholt sich in Frankreich die Geschichte.

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