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Der ehemalige FIFA-Vizepräsident Jack Warner könnte von der WM 2006 profitiert haben
Der ehemalige FIFA-Vizepräsident Jack Warner könnte von der WM 2006 profitiert haben © Getty Images

In der Sommermärchen-Affäre gerät das WM-OK unter Druck. Laut Freshfields wurden die Zusagen an den früheren FIFA-Vizepräsidenten Jack Warner "teilweise erbracht".

Das Organisationskomitee der WM 2006 hat die Zusagen in einem Vertragsentwurf mit dem früheren FIFA-Vizepräsidenten Jack Warner "jedenfalls teilweise erbracht".

Das teilte die Wirtschaftskanzlei Freshfields in ihrem Abschlussbericht zur WM-Affäre mit. Der Vertrag trat allerdings laut Angaben der Ermittler "formal wohl nicht in Kraft".

Im Bericht heißt es jedoch: "So hat der DFB etwa Tickets und Fahnen produzieren lassen und der CONCACAF zur Verfügung gestellt. Auch reiste Jack Warner im August 2000 auf Kosten des DFB nach Deutschland. Die von uns ausgewerteten Rechnungen, Belege und Unterlagen sind mit dem handschriftlichen Zusatz 'WM 2006 Entwicklungshilfe' (mit leichten Abwandlungen) versehen."

Das "Beckenbauer-Dokument", ein auf den 2. Juli 2000 (vier Tage vor der WM-Vergabe) datierter Entwurf, war in den Archiven des DFB aufgetaucht. Es wurde von Beckenbauer für die deutsche und Warner (Trinidad/Tobago) für die andere Seite unterschrieben.

Es enthielt erhebliche Zusagen an Warner, Beckenbauer nennt es dagegen "ein Entwicklungshilfe-Paket mit Ticketing-Möglichkeit" für den Kontinentalverband CONCACAF. Wie üblich, habe er auch dieses Papier "blind" unterschrieben.

Von der DFB-Interimsführung wird das Dokument als Bestechungsversuch gewertet.

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