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In der Affäre um die WM 2006 legte der DFB nicht alle Karten auf den Tisch
In der Affäre um die WM 2006 legte der DFB nicht alle Karten auf den Tisch © Getty Images

Die Wirtschaftskanzlei Freshfields wird bei ihren Ermittlungen beim DFB massiv behindert. Vor allem das Fehlen wichtiger Unterlagen monieren die Ermittler.

Das Verschwinden wichtiger Akten hat die Ermittlungen der Wirtschaftskanzlei Freshfields in der Affäre um die Fußball-WM 2006 erheblich gestört.

"Die beim DFB auffindbaren Unterlagen waren nicht vollständig. Ein Ordner zu Vorgängen, welche die FIFA im Jahr 2000 betreffen sollten, wurde allem Anschein nach im Juni 2015 ausgeliehen und konnte nicht mehr gefunden werden", steht im Abschlussbericht von Freshfields, der am Freitag in Frankfurt/Main vorgestellt wurde.

Der Ordner wurde von einer DFB-Mitarbeiterin ausgeliehen, deren Namen nicht genannt ist.

Darüber hinaus sei "nicht auszuschließen, dass frühere DFB-Mitarbeiter Akten nach ihrem Ausscheiden vernichtet haben. Manche Akten wurden oder werden privat verwahrt." Die Ermittlungen seien an Grenzen gestoßen, "da elektronische Daten fehlten, physische Akten und Dokumente für uns nicht zugänglich waren und Personen, die wir gerne befragt hätten, sich nicht äußern wollten oder konnten".

Innerhalb des DFB sei es zudem einzelnen Nutzern "jederzeit" möglich gewesen, Daten zu entfernen. "Des weiteren waren einzelne Dateien mit Passwörtern geschützt, deren Entschlüsselung bis heute nicht möglich war", teilte die Kanzlei mit.

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