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Joachim Löw
Joachim Löw führte Deutschland 2014 zum WM-Titel © Getty Images

Der Bundestrainer hat "immer noch Hoffnung", dass der verletzte DFB-Kapitän bis zum Start der EM in Frankreich fit ist. Die Vergangenheit lässt ihn gelassen bleiben.

Knapp acht Wochen vor dem ersten Spiel bei der EM in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) bereitet Joachim Löw die lange Verletztenliste immer noch Kummer, Bastian Schweinsteiger hat der Bundestrainer aber noch nicht für die EM abgeschrieben.

"Im Moment habe ich immer noch Hoffnung, dass er es bis zum Start der EM in Frankreich schafft. Aber man muss das jetzt von Woche zu Woche betrachten und mit ihm reden", sagte Löw am Montag in Berlin beim Laureus Award zu Eurosport.

Schweinsteiger gebe ihm "immer Rückmeldung, wie weit er ist. Dann muss man sehen, wie schnell sich seine Verletzung auskurieren lässt", erklärte Löw.

Besser als beim Mittelfeldspieler von Manchester United sieht es bei vier anderen Nationalspielern aus.

Boateng: Appell an Bayern

Jerome Boateng trainiert wieder mit der Mannschaft, Benedikt Höwedes hofft bald nachzuziehen, Julian Draxler hofft und Emre Can ist sogar ausgesprochen optimistisch. 

"Er muss natürlich auch schauen, dass er wieder in Form kommt", sagte Löw über Boateng und erbat sich Mithilfe aus München: "Aber ich hoffe, dass der FC Bayern ihn nicht überschnell wieder in den Wettkampf wirft, denn nach so einer langen Verletzung muss man auch ein bisschen behutsam vorgehen."

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Dass gleich fünf Spieler, die "eine wichtige Rolle spielen können", verletzt bzw. noch nicht wieder ganz fit sind, "bereitet mir schon ein bisschen Sorge", gab Löw bei Sky zu.

Vergangenheit macht Hoffnung

Ein Blick in die Vergangenheit lässt ihn die Situation jedoch einigermaßen gelassen sehen.

"Es gibt solche Probleme vor jedem Turnier. 2014 waren Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger verletzt, und wir haben es hingekriegt. Aber ich hoffe natürlich, dass nun alle gesund bleiben und von den Verletzten welche zurückkommen", sagte Löw.

In Deutschland gebe es "eine gute Auswahl an jungen Spielern", die notfalls in Bresche springen können. Außerdem habe die Vergangenheit gezeigt, dass vermeintliche Nachrücker im Endeffekt "über sich hinauswuchsen", ergänzte der 56-Jährige.

Löw verfolgt große Ziele

Bis zum Ablauf seines Vertrages beim DFB 2018 will Löw noch Großes erreichen. "Zweimal hintereinander Weltmeister zu werden, würde sicher in die Geschichte des Fußballs eingehen. Diese Spieler wie Özil, Kroos, Khedira, Neuer oder Müller haben wirklich die Chance, etwas Historisches zu schaffen", sagte Löw.

Danach könnte er eine neue Herausforderung außerhalb von Deutschland vorstellen: "Das würde mir auch Spaß machen."

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