vergrößernverkleinern
Reinhard Grindel ist seit April Präsident des DFB
Reinhard Grindel ist seit April Präsident des DFB © Getty Images

Die externe Untersuchung wegen der umstrittenen Vergabe der WM 2006 in Deutschland ist für den DFB ein teurer Spaß. Der Bericht kostet mehrere Millionen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich die externe Untersuchung der Affäre um die WM-Vergabe 2006 mehr als fünf Millionen Euro kosten lassen. Wie der DFB am Freitag mitteilte, belief sich die Rechnung der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer für ihren am 4. März veröffentlichten Untersuchungsbericht insgesamt 5,11 Millionen Euro.

Zu den bereits 2015 gezahlten 2,21 Millionen Euro netto müsse der Verband weitere 2,9 Millionen Euro netto aufwenden, hieß es in der Mitteilung.

"Für den DFB geht es wie auf dem Außerordentlichen Bundestag angekündigt jetzt darum, die Schlüsse aus der Untersuchung zu ziehen und beispielsweise ein effektives Compliance-System zu etablieren", sagte DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge.

Nach Abschluss des DFB sei die Kanzlei Freshfields derzeit noch mit der juristischen Prüfung beauftragt, ob sich aus den Vorgängen für den gemeinnützigen Verband möglicherweise Schadensersatzansprüche ergeben könnten.

42 Anwälte hatten auf Basis des Prüfungsauftrags ab dem Herbst 2015 insgesamt 740 Aktenordner und 128.000 Emails ausgewertet sowie zahlreiche Befragungen durchgeführt. Allerdings ist weiterhin nicht vollends geklärt, wofür das WM-Organisationskomitee den strittigen Betrag von 6,7 Millionen Euro überwiesen hat.

Die WM-Affäre hatte unter anderem den damaligen OK-Vizepräsidenten Wolfgang Niersbach in Erklärungsnot gebracht. Am 9. November 2015 war der mittlerweile zum DFB-Präsidenten aufgestiegene Niersbach von seinem Amt zurückgetreten.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel