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Mesut Özil bezieht Stellung zur Kritik von ARD-Experte Mehmet Scholl an seiner Körpersprache. Die Meinung von Ex-Spielern pralle an ihm ab, meint der Weltmeister.

Weltmeister Mesut Özil hat auf die Kritik von ARD-Experte Mehmet Scholl geantwortet.

"Es tut mir leid, aber ganz ehrlich: Es ist mir egal, was andere sagen. Das darf mich hier im Turnier auch nicht belasten. Es gibt immer wieder Leute von draußen, die ihre Meinung sagen, meistens negativ. Ich weiß nicht, ob sie das sagen müssen oder nicht", sagte Özil der Bild.

Özil: "Das prallt an mir ab"

Und weiter: "Wenn ein Ex-Spieler oder sonst wer in die Schlagzeilen will – das prallt an mir ab. Wie gesagt: Die Meinung des Trainers zählt. Herr Löw sagt mir die Wahrheit, was stimmt und was nicht."

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Scholl hatte nach dem 0:0 der deutschen Nationalmannschaft gegen Polen Özils Körpersprache kritisiert: "Die Teilnahmslosigkeit, auch diese Körpersprache von Özil – das fällt natürlich auch den Abwehrspielern hinten auf. Die sagen: 'Wir rödeln, wir kommen von einer schwierigen Situation in die andere und vorne schaut man, dass man ein bisschen Fußball spielt.' Das funktioniert so nicht", meinte der frühere Nationalspieler.

"Gehöre immer zu den Top Fünf"

Özil fühlt sich jedoch durch seine Statistiken bestätigt: "Wir bekommen ja immer unsere Statistiken. Wie viel man läuft, wie viele Sprints. Da können Sie auch den Bundestrainer fragen, da gehöre ich immer zu den Top Fünf. Das andere ist doch auch einfach eine persönliche Sache, eine Ausstrahlung. Jeder steckt in seiner Haut."

Der 27-Jährige vom FC Arsenal will nichts an seinem Stil verändern: "Ich werde meinen Spielstil nie ändern. Das muss ich auch nicht. Ich bin damit seit vielen Jahren sehr erfolgreich, überall auf der Welt, wo ich gespielt habe. Manche sagen, er muss egoistischer sein. Aber ich bin halt ein Typ, wenn jemand besser steht, dann will ich auch abspielen."

Die Kritik von Abwehrchef Jerome Boateng an der Offensive akzeptiert Özil inzwischen: "Wir Spieler wissen ja, dass wir gegen Polen keine Abschlüsse hatten, dass wir die Chancen nicht rausgespielt haben. Da hat er ja recht, er hat ja nicht gelogen. Es stimmt ja", äußerte er: "Er hat seine Meinung gesagt, wie es war. Wir wollten den Ball ins Tor tragen. Wir wollen es in den nächsten Spielen besser machen."

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