vergrößernverkleinern
Germany - Training & Press Conference
Sami Khedira (l.) und Mesut Özil verzichten aufgrund der EM auf den Fastenmonat der Muslime © Getty Images

Der gerade begonnene Ramadan stürzt einige muslimische Fußballer bei der EM in einen Gewissenskonflikt. Die deutschen Nationalspieler positionieren sich allerdings klar.

Die muslimischen Spieler in der französischen Nationalmannschaft, zu denen unter anderem Paul Pogba, N’Golo Kanté und Bacary Sagna gehören, haben in Übereinstimmung mit der Mannschaftsleitung beschlossen, dass sie die Regeln des Ramadan bei der EM-Endrunde nicht befolgen werden.

Auch Mesut Özil hatte unlängst erklärt, dass sich der Ramadan für ihn nicht mit der parallel stattfindenden EM vereinbaren lasse. "Das Wetter ist im Sommer zu warm. Wir haben intensive Trainingseinheiten und Spiele. Da ist es für mich unmöglich zu fasten", erklärte er.

Sein Teamkollege Sami Khedira sieht es genauso: "Wir brauchen einfach unsere Nahrung und auch unsere Flüssigkeit, um 100 Prozent Leistung geben zu können." Selbiges gilt für Emre Can und Shkodran Mustafi, den beiden weiteren muslimischen Spielern im deutschen Team.

Der Fastenmonat, der am Montag begann und bis zum 5. Juli dauert, verbietet es gläubigen Muslimen von Sonnenaufgang (ca. 4.30 Uhr in Frankreich) bis Sonnenuntergang (ca. 22.00 Uhr) zu essen oder zu trinken. Für Leistungssportler sind allerdings seit einigen Jahren Ausnahmen zugelassen.

Frankreich-Trainer Didier Deschamps hat jedoch zugestimmt, dass es bei jedem Essen ein "Buffet Halal" gibt. Laut dem muslimischen Glauben sind gewisse Speisen nicht zugelassen und andere bedürfen einer speziellen Vorbereitung. Deschamps: "Wichtig ist, dass die Spieler sich wohlfühlen."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel