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Evian-les-Bains - Bundestrainer Joachim Löw hat keine Angst vor Viertelfinalgegner Italien und äußert sich zu Schweinsteiger, Podolski und Boateng. PK-TICKER zum Nachlesen.

+++ Das war's +++

Die PK ist beendet. Morgen werden Torwarttrainer Andreas Köpke, Mats Hummels und Mario Gomez Rede und Antwort stehen.

+++ Lob für Khedira +++

"Khedira übernimmt in der Mannschaftsführung und der Vorbildfunktion wichtige Aufgaben", lobt Löw: "Sami ist klug und clever. Er übernimmt die Aufgaben, die man ihm gibt."

+++ "Würde mir auch gern in die Faust beißen" +++

Contes Theater an der Seitenlinie beunruhigt Löw nicht, und er glaubt auch nicht, dass sich seine Spieler dadurch irritieren lassen. Die Emtionen gehören eben dazu, sagt der Bundestrainer: "Manchmal würde ich mir auch gern in die Faust beißen."

+++ Götze hat "schon auch gut gespielt" +++

Löw liefert zumindest einen Hinweis, dass Mario Götze gegen Italien durchaus eine Option sein könnte, auch wenn er im Achtelfinale draußen saß. "Er hat schon auch gut gespielt, sich viele Chancen erarbeitet", erklärt der Bundestrainer. Aber zur Startelf verrät er natürlich nichts.

+++ Startelf-Puzzle +++

"Wir überlegen, welche Schwächen der Gegner hat und ob wir Spieler wechseln", meint Löw mit Blick auf die Aufstellung und Anpassung an den Gegner. "Gegen Italien ist es wichtig, die Konter zu vermeiden. Vielleicht werden sie uns auch phasenweise früh pressen. Darauf müssen wir uns einstellen", fügt er an. DIE Wunschelf gebe es aber nicht, betont Löw erneut. Er werde auf die aktuelle Form der Spieler reagieren und auf sein Gefühl hören.

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+++ Vergleich zwischen 2010 und 2012 +++

"2010 waren wir noch zu unerfahren, die Spanier waren reifer", blickt Löw auf die Halbfinalniederlage bei der WM zurück und sagt im Vergleich zur Pleite gegen Italien 2012: "Da war die Fehlerquote hoch. Wenn man gegen Italien mal 0:2 zurückliegt, wird man nicht mehr viele Chancen kriegen."

+++ Conte sorgt für Veränderung +++

Löw lobt seinen Gegenüber Conte, der Italien weggebracht habe vom reinen Catenaccio, hin zu mehr Offensive. Damit habe er Italien noch gefährlicher gemacht.

+++ Podolski und Schweinsteiger "Gold wert" +++

"Die Spannung die ganze Zeit hoch zu halten, kann zu einer Verkrampfung führen. An einem Tag wie heute können die Spieler auch mal etwas anderes machen. Das ist gut", erklärt Löw.

"Lukas trainiert sehr, sehr gut und ist mit Bastian immer ein Vorbild. Am Tag nach dem Spiel geben sie den Ton an, gehen im Training voran. Sie zeigen, dass man es auch mit über 100 Länderspielen akzeptieren kann, wenn man nicht spielt und trotzdem Gas geben muss."

Podolski und Schweinsteiger seien "Gold wert", schwärmt Löw und freut sich besonders, dass Podolski bei seinem Einsatz im Achtelfinale bei jedem Ballkontakt gefeiert wurde.

+++ Keine Sorge wegen Standards +++

Löw macht sich keine Sorgen um die Standards, die in der Vorbereitung noch als Problem ausgemacht wurden. "Das ist eine Sache der Eingespieltheit", meint der Bundestrainer und wies darauf hin, dass auch die Offensiven jetzt gut mit nach hinten arbeiten.

+++ Mentalitätsmonster Italien +++

"Sie haben psychisch starke Spieler", betont Löw: "Sie lassen sich von nichts beirren."

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+++ Kein Pirlo? Kein Problem! +++

"Sie haben klare Automatismen, das ist auch nach dem Abgang von Pirlo so. Buffon strahlt nach wie vor eine enorme Ruhe aus, die Abwehrspieler sind aufeinander abgestimmt", sagt Löw: "Im Mittelfeld sind alle Spielertypen, die verteidigen. Ich halte viel von De Rossi, der ein sehr intelligenter Spieler ist und die Balance findet."

+++ Dreier- oder Viererkette? +++

"Wir müssen unsere Stärken ins Spiel bringen, unser Spiel durchziehen", verkündet Löw. Ob Dreier - oder Viererkette sei irrelevant.

+++ EM-Aus 2012 "für mich eine gute Lehre" +++

Welche Lehren er aus dem EM-Aus gegen Italien 2012 gezogen hat, wird Löw gefragt. 

"Jeder macht Fehler", räumt er ein: "Ich wollte Pirlo eindämmen. Hinterher muss man sagen, der Plan ist nicht aufgegangen. Dafür übernehme ich die Verantwortung. An diesem Tag haben wir alle nicht die Leistung gebracht, die wir hätten bringen müssen."

Die Niederlage habe ihm aber "in meiner persönlichen Entwicklung und beim Turnier 2014 geholfen, auch in meinen Überlegungen. Das war für mich eine gute Lehre." 

+++ "Ball flachhalten" +++

Löw betont nochmals, die Gala im Achtelfinale gegen die Slowakei nicht überzubewerten.

+++ Bierhoffs Jubiläum? "Ich gehe ihm aus dem Weg" +++

Löw erklärt mit einem Schmunzeln, warum er das morgige Jubiläum von Bierhoffs Golden Goal zum EM-Titel 1996 nicht feiert: "Ich bin froh, wenn ich das nicht höre. Oliver Bierhoff erzählt das oft genug. An dem Tag gehe ich ihm aus dem Weg."

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+++ Schweinsteiger als Mentor +++

"Er spricht viel mit den jüngeren Spielern. Gestern hatte er ein sehr langes Gespräch mit Mario Götze. Bastian ist innerhalb der Mannschaft sehr aktiv", berichtet Löw von Schweinsteiger: "Er akzeptiert es, dass er momentan nicht von Beginn an spielt."

+++ Lob für Verteidiger Müller +++

"Er macht unheimlich viele Wege", lobt Löw Müller weiter und stellt seine Leistungen für die Verteidigungsarbeit heraus.

+++ "Maximal zufrieden" mit Müller +++

"Thomas Müller ist ein Gewinnertyp, der immer gewinnen will. Seit 2010 ging es in seiner Karriere ständig bergauf. Er hatte jetzt eine Phase, wo er nicht getroffen hat - aber ich habe ihm gesagt, dass ich mit ihm maximal zufrieden bin. Er verwirrt die Gegner und bringt durch seine Laufwege immer wieder Optionen für die Mannschaft," lobt Löw den bisher torlosen Müller.

+++ Keine Angst vor Italien +++

"Wir haben keine Angst vor den Italienern, sondern Zutrauen in unsere eigenen Fähigkeiten", sagt Löw. Trotzdem warnt er: "Das ist ein viel besseres Italien als 2008 oder 2010."

+++ "Wir haben kein Italien-Trauma" +++

"Wir haben kein Italien-Trauma", beharrt Löw und verweist darauf, dass jetzt ganz andere Spieler dabei wären als bei den letzten Duellen. "Das ist für mich kalter Kaffee. Mit ist frischer Espresso lieber. Müssen schauen, dass er uns Samstag schmeckt."

+++ "Verteidigen bei Italien in Fleisch und Blut" +++

"Gegen die Italiener wird es ein unheimlich zähes Spiel. Das Verteidigen ist bei ihnen in Fleisch und Blut. Sie machen mit neun oder zehn Mann die Räume so eng, dass selbst eine Mannschaft wie Spanien Probleme bekommt", analysiert Löw.

+++ Lob für Reservisten +++

Für bisher nicht eingesetzte Spieler wie Emre Can gibt es ein Lob: "Diese Spieler haben der Mannschaft so viel gegeben und sich so klasse verhalten. Ich möchte keinen auch nur eine einzige Minute missen. Das zeigt mir, dass wir bei der Auswahl unseres Kaders goldrichtig lagen."

Das Verhalten der Reservisten zeuge von großer Charakterstärke.

+++ Änderungen möglich +++

Löw betont, dass er je nach Gegner immer nach der Lösung sucht und erklärt: "Es kann immer auch Änderungen in der Startformation geben." 

+++ Löw warnt vor Island +++

"Sie sind super organisiert. Sie haben eine sehr gute defensive Struktur. Wie sie gestern dann auch mutig nach vorne gespielt haben - das war schon klasse", sagt Löw zum möglichen Halbfinalgegner Island.

+++ Lob für Mediziner +++

"Mein Vertrauen in sie ist enorm groß", lobt Löw die medizinische Abteilung: "Das ist ein eingespieltes Team. Wenn ich sehe, wie sie rund um die Uhr mit Boateng gearbeitet haben - das war schon Klasse. Ohne sie wäre sein Einsatz nicht möglich gewesen."

+++ Keine Sorge um angeschlagene Spieler +++

"Sami hatte ein bisschen Probleme mit den Adduktoren. Jerome war nur eine Vorsichtsmaßnahme, er hatte ja eine Wadenverletzung und eine Gelbe Karte", sagt Löw auf die Frage nach den angeschlagenen Spielern.

+++ "Freue mich wahnsinnig auf Italien" +++

"Das sind nicht die Italiener, wie man sie kennt", berichtet Löw: "Sie sind nicht nur auf die Defensive fokussiert, sondern spielen auch gefährlich nach vorne."

+++ "Etappenziel erreicht +++

"Wir haben ein Etappenziel erreicht", sagt Löw, merkt aber an, dass "Bescheidenheit und Demut" jetzt das Gebot der Stunde sind.

+++ Löw ist da +++

Die PK geht los.

+++ Löw über Kracher gegen Italien +++

Seit gestern ist klar: Deutschland trifft im Viertelfinale auf Italien. Bundestrainer Joachim Löw spricht ab 10.30 Uhr auf der Pressekonferenz über den nächsten Gegner. Die PK gibt es HIER im LIVESTREAM und im LIVETICKER.

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+++ Italien - der ewige Angstgegner +++

Deutschland bekommt es im Viertelfinale der EM einmal mehr mit Italien zu tun. Der Weltmeister von 2006 fügte dem DFB-Team schon so manche bittere Niederlage zu. In einem großen Turnier ist Deutschland gegen Italien sogar noch sieglos. SPORT1 blickt zurück:

+++ Boateng in Behandlung +++

Jerome Boateng wurde beim 3:0-Erfolg des DFB-Teams gegen die Slowakei wieder vorzeitig ausgewechselt, betonte danach aber: "Ich fühle mich ganz gut, die Wade hat ganz gut gehalten."

Dennoch muss sich der Innenverteidiger vor dem EM-Viertelfinale am Samstag wieder intensiv behandeln lassen. Auch seine Verfassung dürfte in der Löw-PK wieder ein Thema sein.

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