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Mario Gomez
Mario Gomez kämpft bei der EM um einen Stammplatz im DFB-Team © Getty Images

Mario Gomez sieht seine Zeit im DFB-Team kritisch, vor allem die Bezeichnung "Chancentod" habe ihn stark verunsichert. Seine Reaktion: Vogelwildes Verhalten auf dem Platz.

Nationalstürmer Mario Gomez blickt selbstkritisch und rückblickend sogar mit einem Schmunzeln auf seine schwere Zeit als "Chancentod" zurück.

"Das hat mich vielleicht ein oder zwei Jahre meiner Karriere in der Nationalmannschaft gekostet, weil ich die ersten zwei Jahre gar nicht damit klargekommen bin", sagte der 30-Jährige in einer ARD-Reportage.

Nach einer auf kuriose Art und Weise vergebenen Großchance im Gruppenspiel gegen Österreich bei der EM 2008 war Gomez von den deutschen Fans in den kommenden Jahren oft ausgepfiffen und sogar verhöhnt worden.

"Damals wollte ich die Fans sofort wieder zurückgewinnen", berichtete er nun: "Durch die Verunsicherung und im Übereifer kam was ganz Vogelwildes raus. Da bin ich auf dem Platz rumgeirrt manchmal."

Beim Rückblick heute müsse er "selber drüber schmunzeln. Aber das hat mich auch ein Stück weit zu dem gemacht, was ich heute bin".

Nachdem er für die WM 2014 nach einer Verletzung nicht nominiert worden war, schaffte Gomez bei Besiktas Istanbul ein eindrucksvolles Comeback, wurde Meister und Torschützenkönig in der Türkei und steht im Kader für die EURO in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli).

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