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Jonas Hector, Mats Hummels und Thomas Müller (v.l.) feiern den Sieg über Nordirland
Jonas Hector, Mats Hummels und Thomas Müller (v.l.) feiern den Sieg über Nordirland © Getty Images

Deutschlands Offensiv-Leistung gegen Nordirland löst Euphorie aus - die Medien fragen aber auch: Klappt das auch gegen bessere Gegner? Pressestimmen.

Weltmeister Deutschland hat als Gruppensieger das Achtelfinale der EM 2016 erreicht - in einer Art und Weise, die hoffnungsfroh stimmt.

Im letzten Vorrundenspiel der Gruppe C gelang im Pariser Prinzenpark ein 1:0 (1:0) gegen Nordirland.

SPORT1 hat Pressestimmen zu dem Auftritt gesammelt.

L'Equipe: "Deutschland antwortet im Chor. Nach der Enttäuschung gegen Polen findet der Weltmeister zurück zum Teamplay und zum Sieg, in einem Prinzenpark, der von den nordirischen Gesängen verzückt wurde."

Bild: "Jaaaaaa, Männer! Das war endlich weltmeisterlich! Die schlechte Chancenverwertung ist höchstens ein ganz kleiner Wermutstropfen. Unterm Strich bleibt der Gruppensieg - und eine Ansage an die anderen Teams, die sich Hoffnungen auf den Titel machen."

Spiegel Online: "Hat Löw seine EM-Mannschaft gefunden? So einfach ist es nicht. Dass Kimmich gefühlt Außenstürmer spielte, blieb defensiv zwar ohne Folgen. Doch das lag auch am Gegner, dessen Kontertaktik (lange Bälle auf die einzige Spitze Conor Washington) in etwa so gefährlich war wie die Flanken von Benedikt Höwedes. Gegen einen stärkeren Gegner wäre eine solch mutige Aufstellung sehr riskant. Sie wäre aber auch eine erfreuliche Ausnahme bei dieser von Defensivfußball geprägten Europameisterschaft."

Süddeutsche Zeitung: "Welche Lehren zieht Joachim Löw jetzt aus diesem Spiel, das so vielversprechend begann - und am Ende doch so viele Fragen offen ließ? Schön, dass sich seine Elf neuerdings Chancen wie am Fließband herausspielt. Nicht so schön, dass bei derart vielen Chancen umso mehr auffällt, wie fahrlässig die Elf mit ihnen umgeht."

FAZ: "Nordirland mag ein weniger fordernder Gegner gewesen sein als die Ukraine oder vor allem die Polen - in Joachim Löws neuer, mutigerer Zusammensetzung aber, mit Mario Gomez und Joshua Kimmich in der Startelf, verströmten die Deutschen deutlich mehr Lust und Frische als bei den bisherigen Auftritten, vor allem in der ersten Hälfte. Wie weit dieser neue Geist tragen kann, wird sich erst gegen bessere Gegner weisen. Die Richtung aber, das konnte man nach diesem an Verve und Esprit reichem Spiel sagen, stimmt."

11 Freunde: "Das höchste 1:0 aller Zeiten."

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