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Evian-les-Bains - Thomas Müller stichelt im Gespräch mit SPORT1 gegen Italiens Abwehr und verweist auf Bayerns Duelle mit Juve. Seine Torflaute bei der EM sorgt ihn nicht.

Nationalspieler Thomas Müller hat im Gespräch mit SPORT1 vor dem Viertelfinale gegen Italien (Sa., ab 20 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) gegen die Abwehr der Squadra Azzurra gestichelt.

"Ich sehe die italienische Abwehr nicht als undurchdringbar an", erklärte Müller, "vor allem, weil ich gute Erfahrungen mit dem FC Bayern gemacht habe: In der Champions League haben wir dieses Jahr in zwei Spielen vier Tore gemacht. Und ich glaube, Italiens Abwehr ist fast eins zu eins die Juventus-Abwehr."

Seitenhieb gegen Italiens Abwehr

Mit Giorgio Chiellini, Leonardo Bonucci und Andrea Barzagli spielt sogar die komplette Dreierkette der Squadra Azzurra bei Achtelfinalgegner Juve, der mit 2:2 und 2:4 gegen Bayern ausschied. Einzig die Außenpositionen - bei Juve durch Patrice Evra (Frankreich) und Stephan Lichtsteiner (Schweiz) besetzt - bekleiden im Nationalteam Nicht-Juve-Akteure.

"Italien verteidigt als Team sehr gut, sie opfern sich auch auf, gehen lange Wege", lobte Müller, fügte aber an: "Allerdings habe ich bei der EM bisher auf das italienische Tor schon mehr Torchancen zufliegen sehen - auch mehr Hochkaräter - als auf das deutsche Tor."

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Während das DFB-Team bei der EM noch ohne Gegentor ist, hat Italien schon einen Treffer kassiert - beim 0:1 gegen Irland im letzten (bedeutungslosen) Gruppenspiel. Abwehrchef Bonucci wurde da aber geschont und durch Angelo Ogbonna vertreten.

Müller trotz Torflaute entspannt

Seine eigene Rolle will Müller, der 2010 im WM-Halbfinale gegen Spanien gesperrt fehlte und 2012 im EM-Halbfinale gegen Italien auf der Bank saß, nicht überbewerten.

"Ich sehe mich nicht als Schlüsselspieler und auch nicht als X-Faktor, sondern als wichtiger Teil der Mannschaft, der dem Team viel geben will", erklärte er.

Seine Torflaute bei Europameisterschaften bereitet ihm nach eigener Aussage keine Sorgen.

"Natürlich würde ich auch schon Samstag gern wieder treffen. Aber das hat nicht oberste Priorität. Ich bin da sehr entspannt", berichtete Müller.

Es gehe im Fußball um viele Dinge: "Natürlich muss irgendeiner auch den Ball über die Linie drücken - und da ich das bei Weltmeisterschaften relativ häufig gemacht habe, ist natürlich die Frage immer aufgekommen, wieso ich jetzt bei Europameisterschaften noch nicht getroffen habe. Mich selbst irritiert das jetzt nicht so."

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