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Thomas Müller wurde 2014 mit Deutschland Weltmeister
Thomas Müller wurde 2014 mit Deutschland Weltmeister © Getty Images

Thomas Müller spricht sich für ein multikulturelles DFB-Team aus. Der 26-Jährige sagt aber auch: Deutsche Traditionen und die Sprache müssten respektiert werden.

Thomas Müller hat sich deutlich für eine multikulturelle Nationalmannschaft ausgesprochen, aber auch dazu gemahnt, deutsche Traditionen und die Sprache zu respektieren.

Özil? "Mehr Deutsch geht kaum"

"Ich habe früh gemerkt, wie wichtig es ist, dass Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zusammenkommen und an einem Strang ziehen. Nur so funktioniert es. Auch die Nationalmannschaft besteht ja längst nicht mehr nur aus Müllers und Neuers, sondern auch aus Özils oder Khediras. Trotzdem ist und bleibt es die deutsche Nationalmannschaft", sagte der Weltmeister der Welt am Sonntag.

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Angesprochen auf die Aussage von AfD-Vize Alexander Gauland, die Nationalmannschaft sei mit Spielern wie Mesut Özil oder Jerome Boateng schon lange nicht mehr deutsch, erklärte Müller: "Dann hat er eine andere Definition davon als ich. Ich finde, Spieler wie Mesut oder Jerome sind in Deutschland geboren und aufgewachsen. Mehr Deutsch geht kaum."

"Das sollte man erwarten können"

Auf die Frage, ob es ihm Sorgen mache, dass die AfD Kraft aus der Angst vor Überfremdung ziehe, antwortete der 26-Jährige: "Ich kann nur sagen: Integration hat zwei Seiten. Auch die deutschen Traditionen und die Sprache sollten respektiert werden. Es ist auch ein gewisser Aufwand nötig, um sich harmonisch in die Gesellschaft einzugliedern. Das sollte man erwarten können."

"Deutsch-Sein" definierte Müller so: "Grundsätzlich verbinde ich mit Deutschland Eigenschaften und Werte wie Pünktlichkeit, Fleiß, Disziplin und eine gute Arbeitseinstellung. Wir meckern aber auch ganz gerne, wobei ich nicht weiß, ob das typisch deutsch ist oder eher typisch menschlich."

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