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Ab sofort muss Thomas Müller auf seinen Kapitän Bastian Schweinsteiger verzichten
Ab sofort muss Thomas Müller auf seinen Kapitän Bastian Schweinsteiger verzichten © Getty Images

Nach 120 Länderspielen ist Schluss: Bastian Schweinsteiger erklärt seinen Rücktritt aus dem DFB-Team. Die Entscheidung trifft er spontan.

Ab sofort muss die deutsche Nationalmannschaft ohne ihren Kapitän auskommen. Nach 120 Spielen im Dress des DFB erklärte Bastain Schweinsteiger seinen Rücktritt. 

Das gab der 31-Jährige am Freitag via Twitter bekannt. Er habe Bundestrainer Joachim Löw gebeten, nicht mehr nominiert zu werden, "da ich gerne zurücktreten möchte". 

Sein Dank gelte "den Fans, der Mannschaft, dem DFB, den Trainern und dem Team um die deutsche Nationalmannschaft", schrieb Schweinsteiger: "In 120 Länderspielen durfte ich für mein Land auflaufen und Momente erleben, die unbeschreiblich schön und erfolgreich waren."

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Kurzfristige Entscheidung

Die Gründe für seinen Abschied erklärte Schweinsteiger auf dfb.de: "Im vergangenen Jahr fehlte mir ein wenig die Spielpraxis und der Rhythmus, trotzdem hat Jogi Löw fest auf mich gebaut, was mich natürlich gefreut hat. In Frankreich haben wir dann alle unser Bestes gegeben. Erstmals haben wir Italien aus einem großen Turnier geworfen, doch das Ausscheiden gegen Frankreich in Marseille war dann schon ein sehr bitterer Moment. Es sollte nicht sein."

Nach dem Turnier habe er natürlich über sein Karriereende in der Nationalmannschaft nachgedacht. "Es war also eine Entscheidung, die sich zwar angebahnt hat, die ich aber trotzdem jetzt auch sehr kurzfristig getroffen habe", so der ehemalige Bayern-Profi weiter.

Die Entscheidung sei ihm aber "brutal schwer" gefallen. "Mit der Mannschaft 2014 den Titel zu gewinnen, ist fußballerisch für mich durch nichts zu toppen. Damit ist uns emotional und historisch etwas gelungen, was sich in meiner Karriere nicht mehr wiederholen lässt. Ich habe an sieben großen Turnieren teilgenommen. Rudi Völler hat mich erstmals berufen, später waren Jürgen Klinsmann und Jogi Löw meine Trainer. Ich hatte so viele großartige Mitspieler und zuletzt wurden wir mit einer überragenden Mannschaftsleistung Weltmeister. Es war eine geile Zeit."

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