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Oslo - Bundestrainer Joachim Löw reagiert ungehalten auf Schlagzeilen nach dem Länderspiel gegen Finnland. Vor allem für junge Spieler seien solche Partien wichtig.

Vor dem Auftakt in die WM-Qualifikation am Sonntag in Oslo gegen Norwegen (ab 20.15 Uhr im LIVETICKER) hat Bundestrainer Joachim Löw die Kritik am vorhergehenden Freundschaftsländerspiel gegen Finnland (2:0) vehement zurückgewiesen.

"Ich habe im Flugzeug gelesen: 'Solche Testspiele bringen niemandem etwas'", zitierte Löw auf der Pressekonferenz die Schlagzeile des kicker. "Das finde ich ignorant und auch ein bisschen despektierlich, wenn man das so schreibt."

Schließlich habe der in Mönchengladbach verabschiedete Bastian Schweinsteiger mehr Länderspiele absolviert als alle seine Mannschaftskameraden gegen Finnland.

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Youngster profitieren von Testspielen

"Wir hatten mit Joshua Kimmich (21), Niklas Süle (21) und Shkodran Mustafi (24) eine unheimlich junge Abwehr. Davor Max Meyer (20), Julian Brandt (20) - viele junge Spieler. Und genau diesen Spielern bringt das unheimlich viel", meinte Löw.

In Testspielen, vielleicht auch dem einen oder anderen Qualifikationsspiel müssten sich die Nachwuchsakteure weiterentwickeln. Dabei sei das Resultat der betreffenden Partien zweitrangig.

"Wir können nicht erwarten, dass die jungen Spieler in zwei oder vier Jahren alle top sind. Der Weg von einem Spieler mit viel Potenzial zu einem Weltklassespieler wie Toni Kroos, Mesut Özil, Jerome Boateng, Mats Hummels oder Thomas Müller ist doch relativ weit", sagte Löw.

"Diesen Weg können sie aber nur gehen, wenn sie solche Spiele machen und da auch Erfahrungen sammeln."

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