vergrößernverkleinern
DFB Headquarter - General Views
Der DFB muss für den Bau seiner neuen Akademie noch einige Hindernisse überwinden © Getty Images

Der Renn-Klub Frankfurt feiert im Streit um die neue DFB-Akademie vor Gericht einen Erfolg. Die Hängepartie droht sich damit noch viel länger hinzuziehen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat im Rechtsstreit um den Bau der neuen Akademie in Frankfurt/Main einen Rückschlag erlitten.

Das Oberlandesgericht stellte in einem Beschluss vom Freitag klar, dass der Frankfurter Renn-Klub Pächter und Besitzer der Rennbahn in Niederrad ist. 

Dadurch kann die Kommune den Renn-Klub nicht zur Räumung des Geländes zwingen. Dort will aber der DFB seine neue Akademie errichten, die Stadt möchte das Areal an den Verband übergeben. Allerdings darf laut dem Beschluss des Oberlandesgerichts die Tribüne auf dem Gebäude nicht abgerissen werden.

Der Rechtsstreit dürfte sich nun weiter hinziehen. "Das ganze dauert jetzt noch Jahre, wenn man sich nicht an einen Tisch setzt", wird Carl-Philip Graf zu Solm-Wildenfels, Vize-Präsidenten und Schatzmeister des Renn-Klubs, bei galopponline zitiert und verkündete sogar: "Wir werden dieses Jahr noch Rennen veranstalten."

Dabei hatte der DFB noch im Februar zuversichtlich erklärt, man sei "im Zeitplan" - Verzögerungen schienen aber schon da einkalkuliert zu sein.

"Ich gehe vom 1. Januar 2019 aus", sagte Markus Weise, Leiter Konzeptentwicklung des 109-Millionen-Euro-Projekts, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zum Eröffnungstermin: "Für uns macht es aber auch keinen großen Unterschied, ob es drei Monate früher oder sechs Monate später passiert."

Unter dem Dach der Akademie will der DFB verschiedene Forschungs- und Trainingsbereiche zusammenführen. 

Trotz des Rechtsstreits besteht am Bau der neuen DFB-Zentrale besteht grundsätzlich kaum ein Zweifel. Schließlich war im Juni 2015 ein Bürgerentscheid der Akademie-Gegner gescheitert.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel