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Der DFB-Präsident erläutert im Volkswagen Doppelpass weitere Details zur langfristig ausgedehnten Zusammenarbeit mit Bundestrainer Joachim Löw.

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat die Vorteile des langfristigen Vertrags mit Bundestrainer Joachim Löw hervorgehoben.

"Es ist ein Gebot der Klugheit vor einem Turnier mit einer klaren Vertragsgrundlage in dieses Turnier zu gehen. Da sind in der Vergangenheit Fehler gemacht worden, das wollte ich nicht wiederholen", sagte Grindel im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1.

Grindel spielte dabei auf die Umstände vor der WM in Südafrika 2010 und die damit verbundenen "überflüssigen Diskussionen" bezüglich der ungeklärten Zukunft des Bundestrainers an.

"Ansonsten hätte man immer wieder aufpassen müssen, dass man bei jedem Interview möglichst immer exakt die gleichen Worte wählt, um Gerüchte und Diskussionen zu vermeiden. Deshalb habe ich schon in Frankreich gesagt, dass wir mit Jogi verlängern wollen", sagte Grindel: "Etwas Besseres als Jogi Löw kann unserer Mannschaft nicht passieren."

Ziel lautet Titelverteidigung

Nach dem optimalen Start mit vier Siegen in den ersten vier Spielen der WM-Qualifikation blickte Grindel bereits auf das Turnier 2018 in Russland voraus. "Das Ziel, zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Fußballs einen WM-Titel zu verteidigen, ist für Jogi Löw eine große Herausforderung. Diesen Weg wollen wir gemeinsam gehen", sagte er.

Der DFB hatte den Vertrag mit Löw bis zur EM 2020 verlängert. Bezüglich einer möglichen Ausstiegsklausel wollte Grindel jedoch nicht ins Detail gehen.

"Über Vertragsbestandteile spricht man nicht, deswegen kann ich dazu nichts sagen", sagte Grindel. "Jogi Löw möchte gern nochmal Europameister werden, deswegen ist es wirklich ernst gemeint, dass wir bis 2020 zusammenarbeiten wollen."

Der Zeitpunkt der Bekanntgabe unmittelbar vor dem DFB-Bundestag sei laut Grindel aber Zufall gewesen.

"Ich habe nicht jeden Tag bei Jogi Löw angerufen und gesagt: 'Jogi, der Bundestag kommt immer näher, komm mal in die Hufe.' Das ist nicht der Weg, den ich beschritten habe. Ich glaube, ich hätte auch ohne Vertragsverlängerung mit Jogi Löw soeben eine Mehrheit auf dem Bundestag zustande bekommen", sagte der 55-Jährige.

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