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Der DFB-Präsident verteidigt die erneute Länderspielpause. Die Freundschaftsspiele gegen internationale Konkurrenz sieht er als Chance.

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat sich im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1zur Kritik von Bayerns Vorstandvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge an der erneuten Länderspielpause geäußert.

"Ich verstehe Karl-Heinz-Rummenigge vollständig. Das ist zu beklagen", sagte Grindel, merkte aber auch gleichzeitig an: "Aber wenn wir jetzt diese Unterbrechungen in der Häufigkeit in der zweiten Saisonhälfte hätten, wo es richtig um die Wurst geht, wäre es doch viel dramatischer."

"Daher würde ich sagen, es macht schon Sinn, zu sagen: dann packen wir lieber einen Spieltag mehr in die Phase, wo alles in den Ligen oder in der Champions League langsam anfängt", so der 55-Jährige weiter.

"Wenn man sich den Kalender anschaut, dann kann man nicht sagen, dass keine Rücksicht auf die Vereine genommen wird", verdeutlicht Grindel. "Wir haben haben fünf Doppelspieltage im September, Oktober, November, dann gibt es einen im März und einen im Juni. Jetzt gibt es zwar drei Unterbrechungen, aber die liegen am Beginn der Saison. Wenn es in die entscheidende Phase geht, haben wir nur noch eine Unterbrechung und das halte ich für vertretbar. Wir werden uns aber nicht sperren, wenn es bessere Vorschläge geben sollte."

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Freundschaftsspiele eine "gute Chance"

Auch die Kritik an einem übervollen Spielplan wollte Grindel nicht unkommentiert stehen lassen. "Ich würde wetten, dass wir auch in den 70er- oder 80er-Jahren zehn Länderspiele gehabt haben", sagte Grindel.

Zudem seien teils als "unnötig" bezeichnete Länderspiele doch eine gute Chance für junge Spieler, sich in der Nationalmannschaft zu empfehlen.

"Das werden wir ja am Dienstag erleben. Gegen Italien werden mit Sicherheit ein paar junge Spieler auflaufen", prohezeite Grindel. "Und bei aller Kritik an Freundschaftsspielen: Das erste Spiel gegen Italien vor kurzem in München (4:1 für Deutschland, d. Red.) war doch ein echt ansehnlicher Kick."

Der DFB-Boss verteidigte zudem nochmals die Zusammensetzung der Qualifikationsgruppen und Duelle wie zuletzt gegen den Fußball-Zwerg San Marino (8:0). "Wir sind zwar der größte Verband innerhalb der UEFA, aber wir sollten Respekt zeigen. Es gehört dazu, dass man gegen den eine oder andere kleine Nation spielt, das hat es schon immer gegeben", sagte Grindel.

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