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Germany v Northern Ireland - FIFA 2018 World Cup Qualifier
Thomas Müller wird von San Marinos NOK-Pressesprecher auf ein Bier eingeladen © Getty Images

Der Verfasser des Protestbriefs an Thomas Müller rechtfertigt sein Vorgehen. Der Pressesprecher aus San Marino hat zudem ein besonderes Angebot an den Nationalspieler.

Die "Causa San Marino" begleitet die deutsche Nationalmannschaft auch noch Tage nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen den Zwergstaat.

NOK-Pressesprecher Alan Gasperoni, Urheber des viel diskutierten offenen Briefes an Weltmeister Thomas Müller, warb nun um Verständnis für seine Kritik an dem Stürmer.

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"Es waren nicht seine Worte, sondern vielmehr die grundsätzliche Einstellung vieler Menschen unserem Fußball gegenüber", sagte Gasperoni der Münchner tz.

Gasperoni: "Müller nicht der Erste"

Müller hatte nach dem Spiel am vergangenen Freitag (8:0) Zweifel am Sinn derartiger Begegnungen gegen Mannschaften auf Amateurniveau geäußert.

"Müller war nicht der Erste", sagte Gasperoni nun: "Es macht mich wütend, dass jemand denkt, der Fußball sei etwas für einen ausgewählten Kreis. Oder dass jemand, nur, weil er stärker ist, sich das Recht herausnimmt darüber zu urteilen, wer Fußball spielen darf und wer nicht. Der Fußball gehört allen."

In seinem Brief hatte Gasperoni zehn Punkte aufgezählt, weshalb ein Spiel gegen San Marino eben doch Sinn mache und dabei auch ironische Spitzen gesetzt. Deutschland habe nicht aus seiner Geschichte gelernt, hieß es etwa.

Bier-Angebot an Müller

"Es tut mir leid, wenn sich jemand dadurch beleidigt gefühlt hat", sagte Gasperoni nun: "Ich wollte die Deutschen nicht wegen ihrer Geschichte angreifen, sondern habe lediglich ein paar Klischees gebraucht, um Aufmerksamkeit zu erregen."

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Das gelte auch für seinen Hinweis, alle Deutschen trügen weiße Socken unter den Sandalen: "Jedes Land hat doch seine Klischees!"

Beim Rückspiel in Nürnberg hoffe er nun auf ein Treffen mit Müller. "Ich bin mir sicher, dass ein einziger Blick reichen würde und alles mit einem Handschlag erledigt wäre", sagte er: "Und wo wir schon in Deutschland sind, könnten wir ja gleich ein Bier zusammen trinken gehen."

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