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FBL-EURO-2016-MATCH50-GER-FRA
Deutschland verlor im EM-Halbfinale 0:2 gegen Frankreich © Getty Images

Für Ralf Rangnick hatte das Spiel der DFB-Auswahl im EM-Halbfinale wenig mit Dominanz zu tun. Er sieht mangelnde Zielstrebigkeit und zieht Vergleiche zu RB.

Sportdirektor Ralf Rangnick von RB Leipzig hat Kritik an der Spielweise der deutschen Nationalmannschaft bei der 0:2-Niederlage im EM-Halbfinale gegen Frankreich geübt.

"In diesem Spiel waren wir scheinbar dominant", sagte Rangnick der Süddeutschen Zeitung. "Wir hatten gegen Frankreich Ballbesitzzeiten von durchschnittlich 22 Sekunden. In unseren dominantesten Spielen mit Leipzig sind es maximal zwölf Sekunden, die meisten Tore schießen wir nach fünf bis zehn Sekunden."

Deutschland hatte in der besagten Partie zwar deutlich mehr Ballbesitz als Frankreich (65:35-Prozent), doch bei den Torschüssen herrschte nahezu Gleichstand: 17:16. Die Franzosen brachten sogar einen Versuch mehr direkt aufs Tor als die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw (7:6).

Rangnick führt das auf die zu langen Ballbesitzzeiten zurück und sieht darin ein Indiz, dass das DFB-Team nicht zielstrebig genug agiert hat. 22 Sekunden seien für ihn kein Beleg für Dominanz, "da hast du so gut wie keine Chance mehr auf ein Tor", sagte der 58-Jährige. "Da würden wir in Leipzig eher sagen: Hier stimmt was nicht, wir sind auf dem falschen Weg."

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