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Germany - Training & Press Conference
Joachim Löw wehrt sich © Getty Images

Sind Deutschlands Spieler zu langsam für ein funktionierendes Umschaltspiel? Das zumindest sagt Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann. Bundestrainer Joachim Löw wehrt sich.

Bundestrainer Joachim Löw hat sich gegen Jens Lehmanns Kritik gewehrt. "Bei uns stehen die Außenverteidiger extrem hoch, das birgt die Gefahr, dass Räume entstehen nach Ballverlusten. Die hatten wir gegen Polen nach Fehlern. Das hat aber nichts mit der Grundschnelligkeit einzelner Spieler zu tun, sondern mit der Schnelligkeit im Kopf", sagte er vor dem EM-Qualifikationsspiel am Montag in Glasgow gegen Schottland.

TV-Experte Lehmann hatte das zu langsame Umschaltspiel der deutschen Mannschaft nach dem 3:1 gegen Polen kritisiert. Das lässt Löw nicht gelten.

"Die Spieler hätten die Situation früher erkennen sollen", sagte er zur Situation vor dem polnischen Anschlusstreffer zum 2:1. "Can konnte den Raum nicht mehr zumachen. Wir haben schnelle Spieler mit Hummels, Boateng und auch in der Offensive. Aber entscheidend ist: Wie schnell bin ich im Kopf? Wir haben keine Defizite bei der Schnelligkeit. Mit dieser Mannschaft sind wir Weltmeister geworden."

Zudem lobte er den in die Kritik geratenen Debütanten Emre Can: "Er hat jetzt sein erstes Spiel gemacht, da war eine gewisse Drucksituation - auf einer für ihn ungewohnten Position. Ich war zufrieden, aber er kann natürlich noch bestimmte Dinge besser machen."

Und weiter: "Ich warte das Training heute ab und werde dann entscheiden. Für mich ist positiv, dass ich mehrere Spieler zur Verfügung habe."

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